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Wir müssen über die Konditorei Braun in Hallein reden

Es gibt Lokale, die kennt man schon ewig und irgendwie hat man es doch noch nie geschafft, sie endlich einmal von innen zu besuchen. Man redet ewig drüber, dass man nun doch endlich mal in den Genuss kommen sollte, aber die Türklinke nimmt ma dann doch nie in die Hand. Meine Damen und Herren, ich muss gestehen: Ich war vor ein paar Wochen das ersten Mal in der Konditorei Confiserie Braun in Hallein. Und: Ich weiß erst jetzt, dass ich mir dadurch nicht nur eine exorbitant gute Cremeschnitte entgehen lassen habe, sondern auch das wohl proto-hipste Interieur im ganzen Bundesland. Aber ich fange wohl lieber am Anfang an:

Der Braun, so wurde mir als Außenstehende gesagt, ist der ureigenste Konditor der Halleiner. Er macht Kuchen, Torten und besonders berühmte Pralinen und unterhält sein schmuckes Lokal strategisch günstig in der Halleiner Altstadt. Was ich vorher nicht wusste: Hinter der schlichten Fassade mit Goldlettern verbirgt sich eine Spritztour quer durch die klassische Möbelmoderne mit allem, was man auf Pinterest unter „Midcentury Modern“ findet und das aktuell so hip ist, dass weltweit scharenweise die Interior-Stylisten in Ohnmacht fallen. Nur: Beim Braun ist das Zeug wohl nicht unbedingt aus strategischem Kalkül dort aufgestellt worden, Menschen anzulocken, die auf Arne Jacobsen und Marmortische stehen – ich vermute mal ganz stark, dass es sich dabei um mehr oder weniger historisches Originalmobiliar handelt. Da stehen cognacfarbene Svanen-Chairs herum, eine Armada aus Jacobsen 7er-Modellen und an den Decken hängen bronzefarbene Designluster über kleinen Marmortischchen.

Aber: Eigentlich sollte es bei einem Artikel über eine Konditorei nicht unbedingt um deren Möblierung gehen, sondern eher um das, was serviert wird. Und ich glaube, ich überrasche niemanden mit der Aussage, dass hier praktisch jedes Backwerk, das über den Tresen wandert, über jeden Zweifel erhaben ist. Als bekennender Cremeschnitten-Afficionado war die Braun-Schnitte selbstverständlich meine Pflichtbestellung und erfreute Herz ebenso wie Gaumen. Ganz altbekannt sich außerdem die berühmten Pralinen aus der hauseigenen Manufaktur, die seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist.

Da bleibt also nur noch eine Frage zu klären: Wie isst man eigentlich ordnungsgemäß eine Cremeschnitte? In Schichten, mit roher Gabelgewalt doch in der Rein-und-Fertig-Methode? Das konnte mir bisher nämlich niemand erklären.

Confiserie Braun
Unterer Markt 8
5400 Hallein

Öffnungszeiten: DI-FR 8.00-18.30 Uhr, SA 8.00-17.00 Uhr, SO und MO Ruhetag

Dieser Artikel erschien freiwillig und ohne Gegenleistung oder Einflussnahme seitens der Konditorei Braun.


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  1. Mein Zweitwohnsitz in den 70ern. Vorzugsweise am Vormittag. 😉 Liebe Grüße Claudia

  2. Sigrid

    14 März

    Bei den Braunschen Cremeschnitten sind die Zwischenböden so mürb und zart, dass man sie ganz fein mit dem Gäbelchen abstechen kann. Zähe Schichten, die gnadenlos das Gesamtkunstwerk zerstören, gibts beim Braun nicht!
    Als kuchenbackende Halleinerin hat man es aber schwer: das Ergebnis wird unweigerlich mit Braun-Produktionen verglichen. Das höchste Kompliment für meine Kardinalschnittenpremiere lautete daher: Die schmecken fast wie vom Braun!

  3. sarah hausleithner

    15 März

    bisher hast du’s ja echt geschafft immer von lokalen zu berichten in denen ich noch nie
    vorher war . BIS JETZT denn im braun war ich vor weihnachten ganz zufällig ..
    und ich muss ehrlich sagen meins war es ja iwie so gar nicht 😀
    so fein die süßen schnitten und das gebäck auch waren . die einrichtung schlägt trotz
    toller design-stücke (jaaaa ich saß in einem leder-swanchair 😉 echt alles – ich kam
    mir vor wie um jaaaahre zurückversetzt . alles total alt und leider etwas unbehaglich ..
    ganz schräg iwie . aber es war mal eine zeitreise wert 😉

    liebe grüße
    die sarah

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