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Theaterfrühling in Salzburg: 5 Stücke, die du dir ...

Theaterfrühling in Salzburg: 5 Stücke, die du dir anschauen solltest

Lust drauf, im Frühling ein wenig Theaterluft zu schnuppern? Nachdem mich meine Eltern demnächst just zu diesem Zweck in Salzburg besuchen kommen, hab ich die damit verbundene Stückesuche einfach mal zum Anlass genommen, einen kleinen Überblick zu fabrizieren, was sich auf Salzburgs Bühnen in den nächsten Wochen eigentlich so tut. Wohin man sich im März und April wunderbar wenden kann, um gekonnt inszeniertes Bühnengeschehen zu verfolgen? Bittesehr.

SCHAUSPIELHAUS SALZBURG
Biedermann und die Brandstifter – Max Frisch

Jede Nacht herrscht Angst: Die Brandstifter sind in der Stadt. Als einfache Hausierer getarnt nisten sie sich auf Dachböden ein und zünden Häuser an. Biedermann weiß um diese Taktiken bestens bescheid und doch gewährt er dem Ringer Schmitz Einlass, als dieser nach einem Quartier fragt. Schließlich will Biedermann aller Welt beweisen, dass er ein guter Mensch ist – sein Bauchgefühl spricht jedoch eine andere Sprache.

Was klassische Pflichtschullektüre ist, kann nun gleich in der Nachbarschaft szenisch erlebt werden: Das Schauspielhaus Salzburg zeigt mit „Biedermann und die Brandstifter“ Max Frischs „Lehrstück ohne Lehre“ über Gewissen, Mitläufertum, Menschlichkeit und die Identitätssuche zwischen Extremen.

24. März, 19.30 Uhr
29. März, 19.30 Uhr
6. April, 19.30 Uhr

 

FREIE BÜHNE SALZBURG
Die Weberischen – Komödie von Felix Mitterer

Das Leben und Schaffen W. A. Mozarts aus Sicht der Frauen in seinem Leben erzählt die Komödie „Die Weberischen“ von Felix Mitterer. Den fünf charmanten „Weberischen Weibern“ ging Mozart als Zweiundzwanzigjähriger ins Netz und lies sich von ihnen bewundern und verlachen, lieben, hassen, loben und ausnehmen. Die schwarzhumorige Produktion aus dem Wiener Mozartjahr 2006 kann nun erstmals in Salzburg erlebt werden.

(c) Stefan Pfeiffer vie kleines theater

(c) Stefan Pfeiffer vie kleines theater

23. März, 20.00 Uhr
1. April, 20.00 Uhr

 

SALZBURGER LANDESTHEATER
TERROR – Ferdinand von Schirach

Major Lars Koch, Pilot, steht vor Gericht. Hat er richtig gehandelt, als er entschied, ein von Terroristen entführtes Passagierflugzeug mit Kurs auf die 70.000 Personen besetzte Allianz Arena mit einer Luftrakete vom Himmel zu schießen und so 164 Passagiere für das Überleben von 70.000 Stadiongästen zu opfern? Wie die Entscheidung um Schuld oder Unschuld ausfällt, wird an jedem Theaterabend neu verhandelt – die Schöffen der Gerichtsverhandlung sind schließlich die Mitglieder des Publikums.

7. April, 19.30 Uhr
9. April, 15.00 Uhr
19. April, 19.30 Uhr

 

SCHAUSPIELHAUS SALZBURG
Ungeduld des Herzens – Thomas Jonigk nach dem Roman von Stefan Zweig

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist der junge Leutnant Hofmiller zu Gast bei Herrn von Kekesfalva, dem wohlhabendsten Mann der Gegend. Als er dessen Tochter zum Tanz auffordert, begeht er einen folgenreichen Fauxpas, schließlich ist Edith gelähmt. Scham und Pflichtbewusstsein treiben Hofmiller am Folgetag mit einem Strauß Rosen zurück zu der jungen Frau. Als sich seine Besuche, getrieben von der Angst aus der guten Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, zu häufen beginnen, werden seine Besuche schnell missverstanden. Hofmillers Aufmerksamkeiten verändern Ediths Leben, aus Schwärmerei wird Liebe, aus Liebe Wahn und Kontrolle. Bleibt der Besuch für einen Tag aus, folgen Anschuldigungen – und wie steht es überhaupt um die Gefühle des pflichtbewussten Hofmillers am Vorabend des großen Krieges?

(c) Chris Rogl via Schauspielhaus Salzburg

(c) Chris Rogl via Schauspielhaus Salzburg

22. März, 19.30 Uhr
23. März, 19.30 Uhr
25. März, 19.00 Uhr
27. März, 19.30 Uhr
28. März, 19.30 Uhr
30. März, 19.30 Uhr
31. März, 19.30 Uhr
und diverse Termine im April

 

THEATER(OFF)ENSIVE
Untergang des Hauses Usher – nach Edgar Allen Poe

Ja, deshalb sitzt der Rabe oben im Titelbild! Ein „düster-romantischer Reigen“ um ein im sterben liegendes Adelsgeschlecht, dessen letzte Mitglieder mit ihrer Vergänglichkeit ringen entspinnt sich in Poes „Untergang des Hauses Usher“. Versucht der eine seinen Dämonen zu entkommen, zieht es die andere in die Arme des Todes. Doch ist der Tod wirklich das Ende jeden Fortbestehens? Edgar Allen Poes schauerliche Kurzgeschichte über Vergänglichkeit und Ewigkeit, Verfall und Wiedergeburt schafft es als Schauermär auf die Bühne der Theater(OFF)ensive.

14. Juni
23. Juni
29. Juni


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  1. Großartig! Danke, dass du ganz selbstverständlich über Kultur und Theater bloggst! Schönen Mittwoch! Constanze

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