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Ich war beim CrossFit und habe überlebt. #fitmitgü...

Ich war beim CrossFit und habe überlebt. #fitmitgüte

Ok. Ich hab ja vor ein paar Tagen diesen einen Artikel geschrieben, dass ich meinen müden Bürokadaver endlich mal etwas mehr bewegen soll. Wegen Mausarm und so. Und dem Fakt, dass man einfach nicht jünger wird und sich endlich einmal eine Sportart suchen soll, mit der man sich längerfristig anfreunden kann. Diesen Artikel haben nicht nur einige von euch freundlichen Damen und Herren gelesen, sondern auch die netten Menschen hinter myClubs, einem Sportabo-Dienst, der mit einer Mitgliedschaft erlaubt, quasi endlos viele verschiedene Sportangebote in Österreich zu nutzen – von Yoga über Stand Up-Paddling, Bauchtanz, Judo, Squash, und Klettern bis hin zu Breakdance, Pilates und dem ganz gewöhnlichen Fitnessstudio. Und weil diese ziemlich tolle Sache quasi wie die sprichwörtliche Faust auf’s Aug zu meinem Vorhaben passt, mich in den nächsten Monaten ein Mal quer durch Salzburgs Fitnessangebote zu schnuppern, darf ich ab sofort ein halbes Jahr die Dienste von myClubs nutzen. Herzlichen Dank dafür!

Meiner Mission hab ich dabei gleich den Hashtag #fitmitgüte verpasst, da mich anlässlich meinem Start ins fittere Leben gleich mehrere freundliche Herrschaften gefragt haben, ob man daraus nicht eine Community-Sache machen möchte. Wer mich also nicht nur virtuell beim Sportausprobieren begleiten möchte, sondern überdies Lust hat mitzumachen – ich freu mich sehr, wenn man sich unter dem Hashtag #fitmitgüte sieht und kennen lernt!

Für den Anfang meiner Fitnesskarriere hab ich mich dabei gleich an den besonders heißen und besonders anstrengenden Scheiß herangewagt: Ich war beim CrossFit und habe überlebt. Also, zumindest halbwegs. Aber ich fang wohl lieber am Anfang an:

Was ist CrossFit überhaupt?

Kurz gesagt: CrossFit ist eine Trainingsmethode samt Wettkampfveranstaltungen sowie ein gleichnamiges Unternehmen aus den USA, das mit Gewichtheben, Turnübungen, Ausdauertraining und Kraftübungen das „härteste Training der Welt“ verspricht. In einstündigen Workouts sollen dabei Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination trainiert werden (und die persönliche Leidensfähigkeit, wenn man mich fragt). Die zu diesem Behufe ausgeführten Übungen sind auf der ganzen Welt gleich, ebenso deren Bezeichnungen (gefühlsmäßig kommunizieren CrossFitter während ihrem WOD – Work Out of the Day – primär in Abkürzungen), mit CrossFit verbunden ist schließlich der Gedanke, sich in Gruppen gegenseitig zu motivieren. In einem Wort: Zirkeltraining auf Speed. Eingesetzt wird die Methode auch von verschiedenen Streitkräften als Teil deren Fitnessprogramms, in den USA hat sich CrossFit mittlerweile zu einer Art Massenkult entwickelt.

Wo kann man das in Salzburg machen?

CrossFit widmet man sich in sogenannten „Boxen“. In Salzburg findet man eine solche (man könnte sie auch liebevoll „Folterkammer“ nennen) in der Robinigstraße in Schallmoos. Bei CrossFit Convalis bieten verschiedene freundliche Trainerinnen und Trainer ihre Dienste feil und motivieren die Oberschenkelmuskulatur ihrer Schäfchen dabei knapp bis zur Erschöpfung. Derartige Boxen schauen auf der ganzen Welt mehr oder minder ebenso gleich aus, wie die Übungseinheiten, die in ihnen stattfinden und enthalten neben Gewichten auch Rudermaschinen, Medizinbälle, Seile oder Stangen.

So, Güte, komm zum Punkt, wie war es?

Ok. sagen wir mal so: Schön war es nicht. Was relativ harmlos anfängt mit ein bisschen Jogging und Rudern zum Aufwärmen, ein paar Hallenlängen Dehnübungen sowie (für die Anfänger in der Gruppe) einer Einführung ins korrekte Stemmen von Gewichten, entwickelt sich spätestens bei Start des WOD („Work Out of the Day“) zur sportlichen Selbstgeißelung. Beim WOD geht es darum, eine Abfolge von täglich wechselnden Übungen (Burpees, Klimmzüge, Thruster etc.) innerhalb von 15 Minuten so oft wie möglich auszuführen. Und „so oft wie möglich“ heißt im Grunde: bis man mehr oder minder am Boden liegt und die persönliche Grenze erreicht hat. Dieser Grundsatz macht CrossFit auch zu einem relativ brachialen Training. Aufhören ist quasi nicht, das bedingt schon allein der Gruppenzwang (der klarerweise motivieren kann, es aber auch umso schwerer macht, sich das Erreichen gewisser Grenzen einzugestehen). Wer etwas zum Wohlfühlen und Spaßhaben sucht, ist hier (imho) eher an der falschen Adresse. Eher geht es um Leistung, darum, sich gegenseitig anzuspornen und die persönliche Muskelperformance so effizient wie möglich zu maximieren. Analog dazu findet man in der Gruppe meiner Mittrainierenden vor allem Männer mit ausgeprägtem Bizeps und Chicks in ActiveWear, es gibt niemanden, der eine Übung vorzeitig abbricht. Für Untrainierte sind die Übungen zwar skalierbar, das hilft aber nix gegen meinen Muskelkater am nächsten Tag, der es quasi unmöglich macht, noch ohne Hilfe die Treppe in den dritten Stock zu nehmen. Hust.

CrossFit-Veteranen in meinem persönlichen Umfeld schwören auf ihre Trainingsmethode der Wahl und geben zur Auskunft, dass die Burpees-bis-zum-Umfallen irgendwann süchtig machen. Nach einem Training kann ich mir das, ehrlich gesagt, nicht so recht vorstellen. Ob ich nochmal hingehe? Vielleicht, wenn ich mein Trauma vom ersten Mal losgeworden bin. Für mich persönlich war die Sache leider eher nix, auch wenn es für viele andere sicher eh voll super ist. Ich bleibe derweil lieber beim Yoga und beim Bouldern. Dort war ich nämlich an den Tagen zuvor und diese beiden Disziplinen kamen meiner Suche nach einem Wohlfühlsport viel eher entgegen.

CrossFit im Fazit – meine unprofessionelle und subjektive Bewertung

Spaßfaktor: gering

Wohlfühlfaktor: gering

Muskelkater: massiv

Erschöpfungszustand: hoch

Publikum: überdurchschnittlich fit

Geeignet für: alle, die sich trotz geringer Zeitreserven so sehr auspowern wollen, dass sie es am nächsten Tag nimmer schaffen, ohne fremde Hilfe aus dem Auto auszusteigen.

 

CrossFit Convalis
Robinigstraße 13
5020 Salzburg

Disclaimer: Ich durfte das beschriebene Angebot im Rahmen von myClubs kostenlos testen. Herzlichen Dank dafür!

 

Titelfoto: Pixabay, User MMckein; 2. Foto: Pixabay, User AberroCreative


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  1. uta

    28 März

    wenn du dann beim bauchtanz bist, mach bitte ein video 🙂

  2. Weber

    28 März

    Für den Muskelkater hilft kein Katzenjammer, sondern Manuelle Lymphdrainage – regelmäßige Massage helfen die Qualität vom Trainingseffekt zu pushen … bei Fragen auch:
    http://www.lege-artis.at

    Lg, Hannes

  3. Benj

    29 März

    Igitt, fitnessstudios..

  4. Tja, Muskelkater verfolgen mich auch schon des öfteren. Gut ist´s wenn´s nachlässt. Ich hatte da mal eine Creme die wirkte Wunder. Leider ist sie bei uns nicht mehr erhältlich.
    ALOE HEAT LOTION
    lg ingrid

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