London mal anders: Clapham Old Town

Zugegeben, ich war schon oft in London. Schon sehr, sehr oft. Sofern mich meine Nachrechnerei nicht täuscht, hat es mich im Dezember zum zwölften Mal in die britische Hauptstadt verschlagen und dementsprechend gut kenne ich die Metropole an der Themse. Ich liebe ihre Museen und Parks, die Teehäuser, internationalen Fressmeilen und kleinen Shops und habe immer wieder Sehnsucht, sie auf ein Neues zu besuchen.

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Zugegebenermaßen verfällt man nach dem zehnten, elften, zwölften Besuch aber auch in eine gewisse Routine, was die abzuklappernden Stationen anbelangt. Der Sainsbury Wing in der National Gallery, die Tate Modern, Kenwood House, der riesengroße Lush in der Oxford Street, die immer gleichen Cafés und Thai-Foodstalls. Dieses Immer-Wiederkehren ist zwar einerseits schön, andererseits hat es zur Folge, dass man viel Sehens-, Erlebens- und Besuchenswertes verpasst.

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Und aus diesem Grund haben die Ginger und ich anlässlich unseres diesjährigen London-Besuchs die Beine in die Hand genommen und sind, so quasi, zu neuen Ufern aufgebrochen. Stadtvierteltechnisch gesehen. Die Ginger hat nämlich das Glück über einen in London lebenden Schwager zu verfügen, der sich aktuell im Südwesten der Stadt niedergelassen hat. Und dort im Südwesten, da liegt der Stadtteil Clapham.

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Clapham ist, so quasi, das Maxglan Londons – ein Dorf inmitten der Großstadt mit einer belebten Hauptstraße, Bäckereien, Metzgern, Cafés, Lokalen, kleinen Boutiquen, einer Schule, einem Park, einer Kirche und einer Menge Pubs. Man kann ziellos herumstreifen, in kleinen Thrift Stores Milchflaschen aus den 50ern kaufen, in der lokalen Bio-Fleischhauerei ungerupfte Truthähne im Schaufenster bewundern, beim Kaffee-Stand nebenan einen Flat White zum Mitnehmen bestellen oder gleich ins lokale Hipster-Café auf einen Brunch mit pochiertem Ei und Avocado-Toast einkehren.

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All das macht man hier übrigens nicht im üblichen Londoner Touristenmeer, sondern primär unter (zugegeben eher privilegiert-hippen) Einheimischen, liegt Clapham doch eher abseits der üblichen Anziehungspunkte des touristischen Interesses.

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Zu erreichen ist Clapham übrigens recht einfach – die Northern Line und die London Overground bringen schnurstracks nach Clapham Highstreet/Common/North und South und genauso schnell wieder zurück ins Stadtzentrum.

 

6 Adressen um die Clapham High Street:

Sass and Belle

Niedliches Dekomaterial, Papierkoffer, Teetassen und Türgriffe im englischen  Landhausstil

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Oliver Bonas

Hippe Concept Store-Kette mit Kleidung, Schmuck, Interior-Design, Kochbüchern und Geschenken

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Gail’s Bakery

Die besten Cinnabuns der Welt. Und andere Dinge.

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Tart

Brunchen mit pochiertem Ei und Avocado-Toast, Tartes und Kaffee.

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Madeleine

Macarons, Madeleines und Co aus der französischen Backstube.

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Dezanne

Leistbare Antiquitäten und Nostalgie-Waren.

 


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  1. Jana

    15 Januar

    Ich finde es spannend, Stadtteile und Gegenden zu erkunden, die nicht die typischen Touristenziele sind. Denn dann lernt man die wahre Stadt kennen, so wie Einheimische sie erleben und wie sie eigentlich wirklich ist. Allerdings geht das auch erst, wenn man nicht gerade zum ersten Mal in einer Stadt wie London ist, denn beim ersten Mal muss man ja schon die typischen Sehenswürdigkeiten abklappern. Wie hört es sich sonst an zu sagen „Ich war in London! Buckingham Palace? Hab ich nicht gesehen!“! Also, das nächste Mal widme ich mich auch mal den etwas außerhalb gelegenen Stadtteilen von London.

    • Liebe Jana,

      ja, da hast du vollkommen recht! Die ersten paar Mal braucht man wohl um die touristische Essenz kennen zu lernen – der Rest lässt sich wunderbar beim Wiederbesuch erkunden 🙂

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