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Marktgeschichte: Blinis mit heißen Himbeeren. Und ...

Marktgeschichte: Blinis mit heißen Himbeeren. Und Buchweizen aus dem Nachbardorf.

Es gab da vor Jahren einmal diese Milchschnitte-Werbung mit den Klitschko-Brüdern. Soweit ich mich erinnern kann, fuhren sie mit einem Tandem durch eine recht bayerisch anmutende Landschaft und konnten sich an einer Kreuzung nicht auf die richtige Abzweigung einigen. Zur Problemlösung trug naturgemäß eine Milchschnitte bei, bei dessen Verzehr über die grauenhaften Blinis diskutiert wurde, die während der Studienzeit gemeinsam produziert wurden. Ich habe keine Ahnung warum, aber seit dieser Werbung (die nun bestimmt schon 10 Jahre alt ist), wollte ich unbedingt irgendwann einmal diese grauenhaften Blinis der Klitschko-Brüder kosten. Warum? Ich habe keine Ahnung. So großartig finde ich die beiden eigentlich gar nicht und für den Boxsport interessiere ich mich genauso wenig wie für Milchschnitten, aber irgendeinen Schalter hat diese Schilderung in meinem Foodie-Hirn wohl umgelegt.

Blinis (4 von 9)

Hierzulande ist es ja relativ schwierig, irgendwo Blinis zu bekommen. Diese kleinen, russischen Hefe-Pfannkuchen, die meist mit Buchweizenmehl gemacht werden und viel deftiger und nussiger schmecken, als ihre westeuropäischen Geschwister findet man quasi nie auf heimischen Speisekarten. Außerdem: Ich bin dank Muttern kürzlich draufgekommen, dass ein Bauer im Nachbardorf seit einiger Zeit Buchweizen anbaut und als Mehl und Getreide vermarktet. Ich mein: Wie toll ist das bitte? Buchweizen aus dem Supermarkt kommt ja viel zu oft aus Übersee. Schön also, eine einheimische Bezugsquelle zu haben. Und: Grund genug zur Eigenproduktion! Meine hier präsentierte Version wird mit Himbeersauce und Sauerrahm in süßer Form serviert, wer das nicht mag, kann sie auch gerne pikant interpretieren – etwa mit Räucherlachs. Gemacht werden sie recht einfach – und es ist mir in Rätsel, wie die bei Klitschkos so furchtbar werden konnten. Oder die Werbung lügt, was für ein Skandal!

Blinis (1 von 9)

Man nehme:

  • 1 TL Trockengerm
  • 1 TL Zucker
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 100 g Buchweizenmehl aus dem Nachbardorf
  • 200 g Mehl
  • 2 EL flüssige Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • Butterschmalz zum Ausbacken
  • 150 g tiefgekühlte Himbeeren (natürlich gehen auch frische, je nach Saison)
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 Becher Sauerrahm
  • Staubzucker nach Geschmack

 

So geht’s:

1. Germ, 1 TL Zucker, Buchweizenmehl, Eier und Mehl vermengen und anschließend die lauwarme Milch und die flüssige Butter einarbeiten. Abdecken und an einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen.

Blinis (2 von 9)Blinis (3 von 9)

2. In der Zwischenzeit die Himbeeren und 2 EL Zucker in einen Topf verfrachten, auf den Herd befördern und unter Rühren erwärmen, bis man eine wunderbar dunkelrote Himbeersauce vor sich hat. Den Sauerrahm mit den übrigen 2 EL Zucker glattrühren.

Blinis (8 von 9)Blinis (9 von 9)

3. Das Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen und den Blini-Teig portionsweise zu etwa handtellergroßen Pfannkuchen ausbacken. Dabei ein Mal wenden. Mit der Himberrsauce und dem Sauerrahm anrichten, mit Staubzucker bestreuen und: Mahlzeit!

Blinis (6 von 9)


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  1. Hahaha ich fand die Werbung immer total lustig. War eine Milchschnitte Werbung aber egal, will hier nicht auf Kleinigkeiten rumreiten. Coole Idee jedenfalls die nachzubacken, hab jetzt irgendwie auch das Verlangen danach. 🙂
    Lg Regina

  2. Blini…
    Mmmmh…

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