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Quo vadis, Gute Güte? Oder: die Sache mit dem Blog...

Quo vadis, Gute Güte? Oder: die Sache mit dem Bloggen. Irgendwie ein Rant.

Es spukt ein Gespenst durch die Blogosphäre und wird an immer mehr Adressen manifest: Viele Blogger (m/w)* haben es satt. Viele Blogger sind unzufrieden. Und viele viele Blogger sind an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr weiterwissen. Die Blogosphäre hat sich in den letzten Jahren stark verändert, stark gewandelt. Und massiv professionalisiert. Man liest von Neid, von Missgunst, von Intrigen hinter pastellfarbenen Kulissen, von immer größer werdendem Konkurrenzdruck bei etwas, das eigentlich ein Hobby sein sollte. Von LeserInnen, die zunehmend mehr, aber unsichtbarer werden. Und von Bloggern, die ins Burnout gehen, weil das, was sie machen müssen um gehört zu werden, nicht mehr in einem 24-Stunden-Tag unterzubringen ist. Auch die Gute Güte hat sich im letzten Jahr stark verändert, schaut jetzt professioneller aus, bloggt häufiger, hat viele Leser gewonnen und manche verloren, investiert mehr Zeit denn je in diesen Blog, den du gerade liest. Und steht jetzt auch an einem Punkt, an dem es heißt: Quo vadis? Und davon möchte ich heute etwas erzählen.

 

Sei perfekt, sei relevant, sei täglich neu – oder lass es sein

Blogs spulen zunehmend ein mehr oder weniger authentisches und wiedererkennbares Wohlfühlprogramm ab, das die perfekte Kulisse für werbliche Kooperationen bietet.

Professionalisierung ist die Tugend und die Qual der Blogosphäre. Blogs werden optisch, inhaltlich, strategisch, textlich immer professioneller, sind oft schon generalstabsmäßig durchgetaktet mit Redaktionsplänen und Posts, die auf dem Reißbrett entstehen. Sie liefern verlässlich hochwertige Inhalte mit astreinen Fotos und guten, wenn auch sehr vorhersehbaren Inhalten.  Sie spulen zunehmend ein mehr oder weniger authentisches und wiedererkennbares Wohlfühlprogramm ab, das die perfekte Kulisse für werbliche Kooperationen bietet – denn das scheint es auch zu sein, auf das viele Blogger mittlerweile exklusiv aus zu sein scheinen. Ein gut laufender Lifestyle-Blog wird geführt, wie ein Unternehmen. Marketingplan, Content-Strategie, Zielgruppenanalyse, Werbebudgets und kontinuierliches Themen-Monitoring inklusive. Das ist zwar einerseits eine tolle Sache, da Blogger so zu immer ernstzunehmenderen Medieninhabern werden, die mit immer größeren Personenkreisen auf professionelle Art und Weise kommunizieren. Wer mit diesem hohen Niveau nicht mithalten kann, hat mehr oder weniger Pech gehabt. Und wird schlimmstenfalls ausgelacht. Und das nimmt vielen den Mut und der Blogosphäre ihre Vielfalt. Man hat die Wahl: Entweder man investiert noch mehr Zeit, noch mehr Geld in Ausrüstung und Fortbildung, noch mehr Herzblut in den Blog, oder man versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Du hast keine Profi-Kameraausrüstung? Shame on you. Du veröffentlichst nicht mindestens zwei Beiträge pro Woche? Amateur! Dein Instagram-Account hat kein einheitliches Farbschema?  Das ist so 2013. Du hattest diese Bluse schon bei drei Outfitposts an? Skandal! Und dein Bauch ist für Bikinifotos nicht flach genug? Schäm dich! Der Druck, den gerade junge Mädels im Lifestyle-Bereich zu spüren bekommen (ich bin da mit meinen knapp 30 ja fast schon auf dem Oma-Level) ist von gesund oft weit entfernt – und gibt auch der Leserschaft immer stärker das Gefühl, unzulänglich zu sein. Ich nehme mich da selber gar nicht aus. Wenn ich mir mein eigenes Instagram-Portfolio anschaue, erkenne ich mich selbst oft nicht wieder, so himmelhoch jauchzend strahlt mir mein eigenes Leben dort entgegen. Und ich bin mir sicher, dass es genug User gibt, die meine Posts für bare Münze nehmen, als einen repräsentativen Ausschnitt aus meinem Leben erachten. Und das sollte mir noch mehr zu denken geben, als es das schon tut. Und: Ganz ehrlich: Dieser Blog, dieser Perfektionismus, dieser ständige (freiwillige und unfreiwillige) Vergleich mit anderen, mit der „Konkurrenz“ – all das macht müde, sehr sehr müde. Und ich bin mir sicher, dass es den meisten Bloggerinnen und Bloggern da draußen genauso geht.

 

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Neid, Missgunst und Intrigen

Hinter den Kulissen fließen Blut, Schweiß, Tränen und ganz, ganz viel Hate.

Hat Blogger A einen Wochenendtrip nach Nizza gesponsert bekommen und Blogger B nicht, fließen hinter den Kulissen Blut, Schweiß, Tränen und ganz, ganz viel Hate. Tatsache. Und zwar eine, die der Leserschaft (die nur das Bussi-Bussi-Foto von Blogger A und B vom letzten Champagnerevent kennt) verborgen bleibt. Was mir in Blogger-Gruppen, in Vier-Augen-Gesprächen, bei Stammtischen, auf Events und aus zweiter bis dritter Hand an Neid und Missgunst entgegenschnalzt, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Da hört man dann, dass Blogger B Blogger A beim Sponsor angeschwärzt hat um den Deal selber einzustreichen. Oder bewusst Gerüchte streut, um Blogger C (der ja auch gefährlich ist) die Leser abspenstig zu machen. Da wird hinterrücks geschimpft, wie ein Rohrspatz, weil man die Blogger-Auswahl eines Sponsors nicht nachvollziehen kann. Da wird sich über Outfits, Rezepte und Tutorials das Maul zerrissen, dass einem ganz anders wird. Ganz ehrlich: Muss das sein? Das Schöne am Internet ist es doch, dass sich freundliche Vernetzung meistens auszahlt. Und, dass man sich unter Bloggern kaum jemals gegenseitig die Leser wegnimmt. Oder, lieber Leser (m/w): Wenn du einen neuen Blog entdeckst, lässt du den alten, den du seit Langem liest, automatisch und sekündlich links liegen? Na eben. Und überhaupt: Seit wann heißt der wichtigste Menüpunkt in einem Blog eigentlich „PR/Kooperationen“? Blogge ich wirklich wegen dem neuen Mixer, dem Haarföhn oder der Trainingshose, die ich gratis bekommen habe? Ist das wirklich unsere alleinige Daseinsberechtigung?

 

Vom Austausch zum Selbstbedienungsmedium

Es fühlt sich manchmal an, als würde man in einen großen Raum voller Leute hinausschreien, die einem zwar zuhören, aber nicht antworten.

Was ich persönlich außerdem vermisse? Der Austausch auf Blogs geht massiv verloren. Blogs werden – gefühlsmäßig – immer stärker zu Bedienmedien. Man kommt, holt sich ein Rezept, eine Bastelanleitung, eine Hand voll Tipps oder die kurzweilige Lektüre, auf die man aus ist, und schließt das Browserfenster. Einen Kommentar, eine Reaktion, ein „Hallo, das war ich, der das hier gelesen hat“ kommt von den wenigsten BesucherInnen. Und diese Entwicklung war in den letzten Monaten rasant. Ein Beispiel? Von den mehr als 2.000 Personen, die meine letzte Salzburgtour gelesen haben, hat keine einzige einen Kommentar hinterlassen. Niemand. Ich weiß nicht, ob das, was ich geschrieben habe, auf Zustimmung stößt, gefallen hat, oder nicht, ob ich maßgebliche Lokale übersehen habe oder ob die Fotoqualität als mangelhaft empfunden wurde. Es fühlt sich manchmal an, als würde man in einen großen Raum voller Leute hinausschreien, die einem zwar zuhören, aber nicht antworten. Man hat dann zwar die Gewissheit, gehört worden zu sein, bekommt aber null Feedback auf das, was man vorgetragen hat. Hätte ich die selbe Tour vor einem halben Jahr gemacht, hätte sie, statistisch gesehen, die Hälfte der Leser gehabt, dafür wäre im Kommentarbereich hitzig diskutiert worden. Und mit meinen Beobachtungen bin ich bei Weitem nicht alleine. Woran liegt das? Ändert sich das Publikum? Haben sich Blogs einfach vom Kaffeeklatsch-unter-Freunden-Stadium ins Magazin-Lektüre-beim-Frisör-Stadium entwickelt? Analog zur Professionalisierung? Haben sich Blogs vom Austausch- zum Berieselungsmedium gewandelt? Wie soll ich darauf reagieren?

 

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Nicht ich bin etwas wert, meine LeserInnen sind es

Der Blick auf die Analytics-Daten, den Fan-Zähler, den Abonnentenpool, die Klickraten wird immer nervöser.

Damit zusammen hängt eine weitere bedenkliche Entwicklung. Wie es einige BloggerInnen nach der Berliner Fashionweek so treffend festgehalten haben: Der Wert eines Bloggers bemisst sich immer stärker in Leserzahlen, Kommentarhäufigkeiten, AbonnentInnen, Fans. Und damit meine ich nicht in den Augen von Kooperationspartnern – sondern in den Augen der Kollegenschaft. Stellt sich im Gespräch heraus, dass das Gegenüber weniger als 1.000 Facebook-Fans hat, wird auf dem Absatz kehrtgemacht und ein „lohnenswerteres“ Small Talk-Subjekt ausfindig gemacht. Schließlich spricht man nicht mit solchen Niemanden, die einem nicht weiterhelfen können. Der Blick auf die Analytics-Daten, den Fan-Zähler, den Abonnentenpool, die Klickraten wird immer nervöser. Auch bei mir. Reicht die Menge an Leuten, die man erreicht, damit man als „relevant“ gelten darf? Wie kann man noch mehr Leute erreichen? Kann man noch mehr Leute erreichen? Was machen die anderen besser und warum sind meine Inhalte nicht gut genug? Es ist ein Kreislauf von Druck und Gegendruck, von Hoffen und Bangen vom Streben nach unerreichbaren Maßstäben geworden, dieses Bloggen. Und von unglaublicher Angst, nicht mehr mithalten zu können, der Angst vor sinkenden Kurven in Google Analytics und der Angst, unangenehm aus der Reihe zu tanzen. Und dank alldem stellt sich für mich immer mehr….

 

… die Frage nach dem Warum

Ich hab aufgehört, mich zu ärgern.

Ganz ehrlich: Ich investiere einen ungehörigen Teil meiner Freizeit, um ein Teil dieses Zirkus sein zu können. Ach, eigentlich fast meine gesamte Freizeit. Haben tu ich davon immer weniger. Mit sinkenden Kommentarraten, gleichzeitig steigenden Ansprüchen, immer stärkerem Konkurrenzdruck und immer größer werdenden Augenringen sinkt die Motivation. Dazu kommt, dass ich mich auch zunehmend ausgenützt fühle. Ich hab aufgehört zu zählen, wie oft meine Ideen und Inhalte ohne Quellenangabe von anderen Medien übernommen wurden, ich hab aufgehört mich zu ärgern, wenn ich wieder jemanden beraten habe und dafür mit Missachtung gestraft wurde. Ich hab aufgehört zu jammern, wenn mal wieder jemand Fotos von meinem Blog klaut um sie etwa in Immobilienanzeigen zu verwenden und mir die Zeit fehlt, rechtlich dagegen vorzugehen. Ich bin mehr oder minder abgestumpft gegen Aufforderungen, kostenlose Werbung für Unternehmen zu machen, zu denen ich keine Beziehung habe. Ich fühle mich manchmal wie ein Selbstbedienungsladen am Rande des Burnouts. Und ich weiß, dass ich diesen Blog, wie er aktuell vor euch steht und in meiner aktuellen Lebenssituation nicht in dieser Form weiterführen kann. Es geht nicht mehr. Und ich muss mir dafür eine Lösung überlegen. Wie diese aussehen kann, weiß ich noch nicht.

Bis ich meine Lösung, meinen Stein der Weisen, mein Licht am Ende des Tunnels gefunden habe (ok, jetzt dramatisiere ich ein wenig), bleibe ich weiter hier und schreibe, fotografiere, poste und diskutiere in der Gewissheit eines Ablaufdatums. Und freue mich weiter, dass du das hier liest. Weil aus diesem Grund schreibe ich ja letztendlich. Mal mit mehr, mal mit weniger Freude an der Sache.

 

* Selbstverständlich werden beim Ausdruck „Blogger“ immer sowohl Damen als auch Herren angesprochen.

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  1. Sue

    22 Juli

    Ich kommentiere mal, weil ich auch finde, dass auf den Blogs viel weniger kommentiert wird als früher (wobei das auch auf die Leserschaft ankommt).
    Einer solchen Blogbeitrag wollte ich auch schon schreiben. Ich frag mich wo der Spaß beim bloggen bleibt. Nicht das ständige schielen auf Reichweite und Einladungen, sondern einfach nur des Schreibens Willen. Dann wäre auch alles nicht so glatt und ohne Ecken und Kanten, denn die lassen sich schwerer in einem Redaktionsplan planen. Ich hab mir das zumindest für mich vorgenommen. Dann hat man auch keinen Stress und in meinem Fall ist es dann auch nicht mehr so schlimm, dass man nicht mehr so oft zum bloggen kommt wegen Kind.

    • Hallo Sue!

      Schön, dass du mich besuchen kommst 🙂
      Das mit den Ecken und Kanten: Word! Man traut sich oft auch einfach nicht, diese zu zeigen aus Angst, irgendwie, nun ja, anzuecken.
      Bezüglich Regelmäßigkeit: Da bin ich auch eine Getriebene. Da sollte ich mich bemühen, alles etwas lockerer zu sehen.

      Liebe Grüße

  2. Wow, Caro, was für ein ehrlicher, spannend geschriebener Text darüber, wie es dir mit deinem Blog geht. Danke dir dafür!

  3. Und: Wir stehen ja jetzt erst ganz am Anfang unseres Blogs. Begonnen haben wir ihn einfach aus Freude am Schreiben, Ausprobieren, Fotografieren, etc. Aber den Druck, den inneren und äußeren Anspruch an uns und unseren Blog – all das spüren wir jetzt schon. Und irgendwie finde ich das ganz schön schade …

    • Ja, das ist absolut schade. Wenn es ein gegenseitiger Ansporn ist sich zu verbessern, dann finde ich dieses Nebeneinander“ schön, aber wenn es ein Wettlauf wird, dann wird aus Spaß sehr schnell Ernst. Und dann bleibt die Freude an der Sache recht schnell auf der Strecke.

  4. Anja

    22 Juli

    Liebe Caro!
    Ich verstehe dich total, vor allem was das Feedback angeht. Da lese. Ein paar hundert (mehr sinds bei mir ja nich nicht) einen Artikel und keiner kommentiert oder nur wenige klicken auf FB gefällt mir. Ich frag mich da auch, gfallt es den Leuten? Aber dann treff ich im reellen Leben soviele die mir positives Feedback geben. Ich bin noch so neu in der Blogger sz e, dass ich vom Neid & Hate nichts mitbekomme (kenne ich ja nur eine handvoll Blogger, welche mir a) sehr sympathisch sind und die b) wohl da die Ausnahme zu sein scheinen)
    Ich finde deinen Blog auf jeden Fall grossartig und lese ihn sehr gerne. Hoffe du machst weiter! ❤️

    • Liebe Anja,
      vielen vielen Dank für deine netten Worte! <3
      In Salzburg leben wir da wirklich (noch?) auf einer rosa Wolke, was diese Neiderei angeht, hier spür ich viel Zusammenhalt. Aber im größeren Vergleich - hui!
      Liebe Grüße
      Caro

  5. Elisabeth

    22 Juli

    Danke für deine Offenheit!

    Ich lese deinen Blog noch nicht so lange, aber ich lese ihn sehr gerne und er würde mir fehlen, wenn er nicht mehr da wäre. Bzgl. Interaktion muss ich mich schon auch selbst bei der Nase nehmen – es ist großteils so, wie du beschreibst: sich bedienen und wieder verschwinden … ich gelobe Besserung 😉
    Bzgl. Fotos: warum versiehst du sie nicht mit einem persönlichen Wasserzeichen?

    Ich wünsch dir neuen Antrieb für eine entspannte, lockere Weiterführung deines Blogs 🙂

    • Liebe Elisabeth,

      ach, mir tut es mittlerweile leid, dass ich die Sache mit den Kommentaren erwähnt habe. Ich versteh es ja selber sehr gut: man hat nicht die Zeit und einem fällt auf die Schnelle nichts ein. Und das Wasserzeichen schwirrt mir schon lange im Kopf herum, vielleicht mach ich’s ja mal 🙂

      Liebe Grüße

  6. Liebe Caro,
    ich kann alles was du da schreibst voll und ganz nachvollzeihen, auch wenn ich nur einen ganz ganz kleinen Blog habe. Ich schreibe mein kleines Blogbuch schon seit einigen Jahren ebenfalls mit viel Herzblut und verfolge aus beruflichen Gründen die Blogwelt ebensolange. Es ist unheimlich wie sehr sich die Szene über die Jahre professionalisiert hat – ich glaube nicht, dass ich mich heute nochmal trauen würde einen Blog zu starten 🙂 Für mich ist mein Blog ein sehr zeitaufwendiges Hobby und am meisten freue auch ich mich über Kommentare und den Austausch mit LeserInnen. Eine wirkliche Bindung findet aber nur mit Wenigen statt – ich glaube das die LeserInnen mittlerweile auch einfach überschwemmt werden und sich deshalb auch keine Zeit (das eh schon ein rares Gut ist und uns allen davonrennt) mehr zum kommentieren nehmen. Ich bin wirklich mehr als gespannt wie sich die Blogwelt weiterhin entwicklen wird – und so lange ich Freude daran habe werde ich daran ein bisschen teilhaben. Weil ich es spannend finde etwas zu produzieren, zu entwickeln und einfach ein wenig kreativ tätig zu sein – und wenn ich eine Handvoll Menschen damit Freude mache ist das ganz ok für mich 🙂

    liebe Grüße und ich hoffe du blogst noch ganz ganz lange – dein Schreibstil und deine Fotos sind eine Bereicherung <3

    Petra

    • Liebe Petra (jetzt hab ich endlich einen Namen zu deinem Blog! :D),

      vielen vielen Dank!
      Das Argument mit Zeit und Überangebot kann ich absolut verstehen – mit geht es ja ähnlich, ich kommentiere auch wenig und nur ausgewählt, mittlerweile tut es mir auch leid, das so deutlich gesagt zu haben.
      Auf die weitere Entwicklung bin ich auch gespannt: Ich tippe ja auf ein noch weiteres Auseinanderdriften von starkt professionalisierten und Hobbyblogs.

      Herzlichste Grüße nach (Love is in) Vienna!

  7. Kathi

    22 Juli

    Liebe Caro,
    Vielen Dank für den ehrlichen Artikel. Schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest und schade, dass dir das alles so nahe geht. Ich denke, dass der Spaß am Bloggen das wichtigste ist und dass nur dadurch die Authentizität aufrecht bleibt. Neid und Kopie ist was grausliches und deshalb bewundere ich dich wie du deinen Stil immer wieder durchziehst. Ich denk mir immer wenn keiner mehr unseren Blog liest haben wir zumindest unser eigenes Rezept-Sammelsurium und das alleine motiviert mich jedes Mal wieder mir die Arbeit anzutun. Wenn du deinen Blog vielleicht auch mehr als „Online Tagebuch“ siehst auf das du später gerne mit Stolz zurückblicken willst, ist das vl auch genug Motivation? Ich hatte das Glück dich und viele andere tolle Menschen durchs Bloggen kennenzulernen, die ich nicht mehr missen möchte. Mach weiter solange es sich gut anfühlt, ich bin auf jeden Fall (wenn auch meistens eine stille) Leserin.
    Liebe Grüße
    Kathi

    • Deedee

      23 Juli

      Und ich bin über Kathi eine (ebenso stille) Leserin deines Blogs geworden 😉
      Auch ich schreibe eher selten Kommentare, aber wohl deshalb, weil ich meine Meinung nicht als so wichtig empfinde, dass ich sie jedes Mal kundtun müsste 😀
      Und immer wieder nur „Danke für das tolle Rezept/den interessanten Beitrag/die schönen Fotos!“ (mehr fällt mir oft halt nicht ein dazu, auch wenn ich für spannende Inhalte sehr dankbar bin) mag ich halt auch nicht schreiben, weil ich mir dabei dann irgendwie blöd vorkomm 😉
      Dann sind’s auch oft noch Zeitgründe: Ich verfolge auf facebook zwar viele Blogs, denke mir „Aha, interessant!“, komme dann oft aber gar nicht dazu, den Artikel selbst (ganz) zu lesen. Oder überfliege – gerade Rezepte – nur schnell und speichere sie irgendwo ganz hinten im Kopf ab, damit ich drauf zurückkommen kann, wenn ich mal Inspiration brauche …
      Da gibt’s wohl viele und sehr individuelle Gründe 😉

      Und ich würde es auch so wie Kathi sehen: Sollte ich jemals doch noch einen Blog starten (habe auch schon oft drüber nachgedacht), dann würde ich ihn ebenfalls als eine Art „offenes Tagebuch“/Rezeptsammlung führen 🙂

      Ich wünsch dir/euch allen Bloggern trotzdem weiterhin viel Spaß beim Schreiben und dass ihr das Internet schön bunt und spannend haltet 🙂 DANKE!

      LG Diana

      • Liebe Diana,

        ach, mir tut es mittlerweile leid, dass ich die Sache mit den Kommentaren so detailreich geschildert habe. Ich versteh es ja selber sehr gut: Es gibt ein gigantisches Angebot, man hat nicht die Zeit und oft einem fällt auf die Schnelle nichts ein.

        Vielen Dank für deine Zeilen – und deine Zeit. Und schön, dass du da bist!

        Liebe Grüße

    • Liebe Kathi,

      vielen lieben Dank für deine Zeilen!
      Zum Glück bin ich weniger direkt betroffen von alldem, als viele Damen und Herren in meinem Umkreis. Als Zaungast darf ich mich da noch mit etwas Abstand wundern, betroffen macht es mich aber trotzdem. Ich finde die ganze Entwicklung und Professionalisierungswelle ja auch spannend und freue mich darauf, zu sehen was aus uns allen „wird“, in ein paar Monaten, in ein paar Jahren 🙂

      Viele Grüße!

  8. Gut gebrüllt, Löwin!
    Ich gehöre mit einem über 6 Jahre alten Blog ja auch längst in die Oma-Kategorie. Damals war ich noch eine Nische, heute bin ich eine unter vielen. Da hat sich viel verändert, das stimmt!

    Mit Kooperationsanfragen meinerseits an andere Blogs bin ich ziemlich baden gegangen – viele haben nur die eigenen Zugriffszahlen im Blick und interessieren sich auch nicht, was andere so machen … Aber ich habe auch schon erstaunliche, positive Erlebnisse gesammelt – auch in letzter Zeit.

    Unter’m Strich hab ich schon viele kommen und gehen gesehen (die Blogroll – die Gute Güte ist übrigens ein Teil meiner Blogroll – zu betreuen ist echte Arbeit, weil viele Links früher oder später ins Nirgendwo führen … ).

    Vielleicht heißt die Devise einfach: Augen zu und durch! Mit der Zeit trennt sich die Spreu vom Weizen …

    • Liebe Birgit,

      ja, du bist einfach absolutes Urgestein in der Branche 🙂
      Und ebenjene Branche ist extrem bunt gemischt und vielfältig. Und meine Blogroll muss ich auch immer wieder durchpflegen – eben genau wegen dieses dynamischen Kommen und Gehens (das dies Sache ja auch spannend macht).
      Und: vielen vielen Dank für den Blogroll-Platz! Fühle mich sehr geehrt!

      Liebe Grüße
      Caro

  9. Anita

    22 Juli

    Ach du gute Güte (Hände über den Kopf zusammenschlag und grins), liebe Caro, das ist das Bild, welches ich habe sobald ich auf Facebook oder auf deiner Seite eine Geschichte von dir lese. Besonders das mit dem grinsen, mag ich so gerne! Ich finde du und ihr die ihr da alle so inbrünstigt bloggt macht das alles wunderbar. Du und deine Geschichten sind super und eine besondere Bereicherung in unserem, manchmal so kleinstädtischem Salzburg. Wahrscheinlich geht es bei dir auch darum ob und wenn ja, wie du mit deinem Können und Know How auch dein Geld verdienen magst und daraus einen Job machen möchtest. Als Hobby ist es sehr aufwendig und wahrscheinlich zu nahe an Arbeit…und für Arbeit möchte man irgendwie entlohnt werden. Die Frage ist wahrscheinlich auch die, ob dieses Entlohnen Geld sein muss oder ob du deinen „Lohn“ durch anderes bekommst…Aber ich finde es auch immer wichtig sich selbst die Sinnfrage zu stellen und dadurch auch Veränderungen und Weiterentwicklungen passieren lassen zu können…
    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viele gute Güten 🙂

    • Liebe Anita,

      da triffst du den nagel auf den Kopf: Es fühlt sich manchmal (oft?) wie Arbeit an, was ich mache. Zwar wie Arbeit, die ich sehr sehr gerne tue und die mir viel Freude bereitet, aber die mir auch einiges abverlangt. Und wer weiß: Vielleicht wird ja einmal eine Art Job draus. Aber das ist noch Zukunftsmusik 🙂

      Liebe Grüße!

  10. AMATEUR

    22 Juli

    Ach du liebe gute Güte! Das liest sich ja wie ein Kriegsbericht! Aber wie du siehst, sind deine Leser nicht alle stumm 😉
    Aus meiner Sicht: Ich vermeide den (kritischen, analytischen, neidischen) Blick über den Gartenzaun anderer Blogs und erfreu mich einfach am Schreiben. Kommentare gibt’s von mir leider wenige, weil ich tatsächlich überflutet bin – grad bei dir, weil du ja auch verschiedene Kategorien befüllen musst. Das passt schon so und du machst das sehr toll, nur sollte es das Privatleben nicht beeinflussen.
    Nach deinem Bericht bin ich richtig froh, dass ich mit keinem der Herren und Damen Blogger A, B und C fachlich zu tun habe. Ich habe keine tollen Fotos am Blog und nur Inhalte, die eben jetzt gerade sein müssen, und das nur sporadisch, weil Spaß und Zeit. Insofern habe ich wahrscheinlich kaum Leser (Analysezahlen studier ich selten), dafür aber Freude am Blog. Und fühle mich in meiner Einstellung bestätigt – es ist schön in meinem virtuellen Tagebuch-Garten.
    Mein Tip: Such nach deinem Warum und schau, dass es als Hobby auch nur die Zeit einnimmt, die du ihm geben willst, dann wird der Spaß schon wieder kommen. Deine Leser glauben an dich!

    • Hallo Minnie!
      Oh ja, meine LeserInnen sind gerade extrem redselig und das freut mich gerade enorm! 😀
      Die bloggenden Herren und Damen A,B und C sind ja Teil meines Berufslebens, also komme ich ihnen nicht wirklich aus. Es ist wie ein Slalom durch Eitelkeiten, manchmal. Aber ein spannender ist es auf jeden Fall.
      Ich werd mir einfach überlegen, wie hobbymäßig und wie professionell das hier sein soll, darf und wird. Und irgendwann hab ich bestimmt eine Antwort dafür.
      Liebe Grüße und bis bald!

  11. Claudia

    22 Juli

    Liebe Caro,

    ich bin seit Beginn eine treue Leserin deines Blogs.
    Ich glaube es gibt fast keinen deiner Artikel, den ich nicht gelesen habe. Aber, ich bin ehrlich, ich habe noch nie ein Kommentar abgegeben.
    Ich war schlicht und einfach zu faul. Aber dieser Post hat mir die Augen geöffnet und ich, und vielleicht auch andere, gelobe Besserung!

    Ganz allgemein möchte ich dir sagen, du kannst so unglaublich stolz auf diesen Blog sein. Da ist einfach alles dabei was man als „Endverbraucher“ benötigt! Ohne deinen Blog hätte ich, aufgrund der Entfernung, keine Ahnung was in Salzburg grad so los ist.

    Ich bewundere deine Kreativität, es wird einfach nie langweilig.
    Die Abwechslung deiner Beiträge ist bemerkenswert!

    Irgendwann werden Blogs wie es aussieht zur Selbstverständlichkeit, den Einsatz der da dahintersteckt kann man als Verbraucher sowieso nur sehr schwer einschätzen.

    Ich hoffe du machst weiter und lässt dich von diversen Trollen nicht unterkriegen!

    Liebe Grüße aus Innsbruck,
    Claudia

    • Liebe Claudia,
      huch! Mir tut es mittlerweile total leid, dass ich die fehlenden Kommentare so deutlich angesprochen habe. Ich kenne es ja selber sehr gut: Man hat einfach keine Zeit, es gibt in gigantisches Angebot an Lesbarem und viele Sachen regen nicht unbedingt dazu an, seinen Senf dazuzugeben.
      Und: vielen vielen Dank für das schöne Lob und das ausdauernde Lesen! Wir sehen uns hoffentlich bald.
      Liebe Grüße
      Caro

  12. Da muss ich auch gleich meinen Senf dazu geben um dich auch wirklich dazu zu motivieren in der „Blogger-Szene“ zu bleiben. Aber ich kann dich sehr gut verstehen. Dieses ständige Vergleichen ist echt eine Krankheit in unserer Gesellschaft. Ich ertappe mich manchmal selbst dabei. Völlig bescheuert. Es ist ja echt mehr als genug für alle da und jeder hat seinen eigenen Stil – selbst wenn man über das Gleiche schreibt oder eine ähnliche Idee hat. Mir persönlich macht ja dieses ganze Marketing Zeugstl das mit dem Bloggen kommt ziemlich viel Spaß. Ich hab schon lang nicht mehr so viel gelernt wie in den letzten Monaten und meiner Kreativität kann ich außerdem freien Lauf lassen. Aber neben dem Vollzeitjob ist das einfach extrem zeitfressend und da gibt es Momente da mag man einfach nicht mehr. Ich finde also du solltest tun was dir wirklich Spaß macht und wann es dir Spaß macht. Und wenn das bedeutet, du bloggst nur mehr ab und an oder nur mehr über ein bestimmtes Thema – dann ist das halt mal so! Ich komm auf jeden Fall vorbei und lese deine Beiträge und bemüh mich auch mehr vom stillen zum aktiven Leser zu werden. Feedback ist einfach immer noch die schönste „Bezahlung“ wenn du mich fragst. xx

    • Liebe Eva,

      ja, Zeitfresser, das ist ein gutes Wort. Aber ein sympathischer, netter Zeitfresser. Mir macht der Marketingkram auch Spaß, großen sogar. Vielleicht kommt es bei mir auch daher, dass die Marketingsache, das Bloggen, Texten, Vernetzen etc pp sehr nah an dem ist, was ich beruflich mache. Und daher das Gefühl aufkommt, dass ich hier einen „Job“ mache. Mal sehen, was ich in nächster zeit daraus mache.
      Vielen Dank für’s regelmäßige Vorbeischauen! Ich gelobe auch hoch und heilig, bei dir öfter meinen Senf zu hinterlassen. Weil lesen tu ich bei dir ja immerhin fast alles 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  13. Barbara

    22 Juli

    Ich versteh Deinen Unmut. Ich vermute, man braucht hin und wieder so Momente, wo man mal zuviel kriegt. Ich finde, das hilft, sich wieder drüber klar zu werden, was eigentlich die Gründe sind für das, was man macht. Was einem wichtig ist und welche Prioritäten man hat. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen postet, wenn’s hochkommt einmal im Monat und ich freu mich jedes Mal irre drüber. Das hat für mich mehr Wert als Content der offensichtlich nur produziert wurde, um jeden Tag im Leser-Feed aufzutauchen und so relevant zu bleiben. Ich hoffe Du findest für Dich einen guten Mittelweg!

    • Liebe Barbara,
      ja, das Granteln hat schon irgendwie gut getan 🙂
      Entstanden ist das alles nicht von ungefähr um 2 Uhr nachts. Ich muss mir tatsächlich Gedanken um meine Frequenz machen – in der Beziehung bin ich eine Getriebene. Lieber weniger, aber besser. Frei nach Dieter Rams.
      Und: Danke für’s Vorbeischauen und deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Caro

  14. Benj

    22 Juli

    Nur ned stressn lassen 🙂

  15. Loda

    22 Juli

    Ich denke, dass du stolz auf das Erreichte sein kannst. Da war viel Positives dabei. Was das Feedback angeht, kann ich dich verstehen, aber bedenke bitte, dass man ja auch nicht unter jeden Nachrichtenartikel immer dazusenfen muss, was man gerade denkt. Manchmal ist keine Antwort einfach „stille Zustimmung“. Mich stört die Instrumentalisierung durch Firmen und deren Praxis, billigst (!) ihre Werbung zu schalten, weil so ein Gratis-Ding über das dann jemand schreibt unendlich viel effektiver ist, als nervige Anzeigen schalten zu müssen.
    Ich glaube kaum, dass sich Leute, die wegen dem „gratis Zeugs“ bloggen, sich längerfristig halten können. Und noch ein Wort zur Neiddebatte… Vielleicht sollte man es auch nicht unbedingt sagen, wenn man wieder etwas gesponsert bekommen hat. Da kann schnell Missgunst entstehen. „Ach, du hast keinen XY Rasierer bekommen? Ich schon…“
    Ich war ja quasi von Tag 1 bei dir mit an Bord und lese, zugegeben, nur sehr selektiv bei dir mit. Daher ist für mich die Frequenz der Postings auch nicht relevant. Aber so ist das halt, wenn man die Leserschichten erweitern will. Da muss man expandieren und in neue Bereiche vorstoßen. Meistens sind diese aber schon besetzt und so entbrennt der Kampf um die Google-Statistik mit jeder Idee auf’s Neue.
    Es hat mich immer gefreut, wenn ich/wir bei deinen Shootings/Touren dabei sein durften (Burger-Tour 🙂 )
    Es ist für mich aber auch irgendwo ein Symptom dieser hektischen All-In Gesellschaft, dass man nie zufrieden sein kann. Du hast eine große Leserschaft und es kann dir eigentlich komplett egal sein, was die anderen machen. Klar ist das Konkurrenzdenken immer da, aber wenn man sich mehr auf sich selber konzentriert, ist man am Schluss vielleicht glücklicher.

    • Hey Loda!

      Hm, für mich ist der Unterschied zwischen einem Nachrichtenartikel und einem Blogbeitrag einfach immer noch, dass der Newsbeitrag von einem bezahlten Journalisten kommt und Informationswert hat und ein Blog etwas ist, das (meist) aus Privatinitiative entsteht und für das dieser Austausch eigentlich charakteristisch ist. Das Senfen ist fürs Bloggen eigentlich wesensinhärent. Und es wird weniger, was für mich heißt, dass sich das Medium irgendwie weiterentwickelt.

      Und die billige Werbung: Absolut. Ab-so-lut. Das ist so die Crux dahinter. Blogge ich als Hobby und freue ich mich über den geschenkten Mixer, den ich am Blog herzeige, nützt mich das System aus. Nehme ich Geld dafür, bin ich im professionellen Bereich unterwegs und dann ist Bloggen nicht mehr das persönliche Häkeldecken-Marmelade-und-Schultüten-Hobby, das es einmal war. Sagen, dass man etwas bekommen hat, muss man ja – das verlangt das Medienrecht. Verschweigen ist also leider nicht drin.

      Und: Ich freu mich, wenn du mal wieder mitkommst auf Tour! Aktuell steht Vegetarismus an. Da wärst du doch ein geeigneter Kandidat!

      Liebe Grüße

  16. Ines

    22 Juli

    Ich bin noch nicht lange am Bloggen und gehöre zu denen, die es wirklich als Hobby betreiben. Ich selbst bin immer noch auf der Suche wie genau das eigentlich alles funktioniert, was gut ist und was nicht. Und gestehe, ich gehöre zu denen, die das Kommentieren vergessen. Nicht, weil mir etwas nicht gefällt, sondern weil es einfach alles noch neu für mich ist.
    In letzter Zeit lese ich immer häufiger auf den etablierten Blogs Artikel wie deinen und werde dann sehr traurig, weil es euch dabei so schlecht geht. Ich bin grundsätzlich kein neidischer Mensch und gönne es anderen, wenn sie mit ihrem Können Erfolg haben und wenn ich dann von solchen Hate-Attacken lese, dann finde ich das ganz furchtbar.
    Ich persönlich hoffe, dass du und dein Blog deinen Lesern/Leserinnen erhalten bleibt, weil er einfach toll ist. Deine Salzburg-Tipps werde ich mir genauer angucken, sobald mein Urlaub sicher ist. Und dann kommentiere ich auch, versprochen.
    Bitte Versuch dich nicht fertig machen zu lassen. Ich mag deinen Blog sehr gerne und folge dir auch sehr gerne. Und er würde mir fehlen, auch wenn ich dir noch nicht lange Folge.

    Liebe Grüße
    Ines

    • Liebe Ines,

      vielen vielen vielen Dank für deine netten Worte! Ich wünsch dir viel Spaß und Erfolg bei „Abenteuer Bloggen“ – und wenn es dich nach Salzburg verschlägt und du bei mir was Nützliches findest, dann freut es mich umso mehr 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  17. Bin gerade eher zufällig (über einen „Querverweis“) auf Deinen Text gestossen. Das sind ja tiefe Einblicke in ein Bloggerleben. Nachdenklich machen diese Gedanken insb. dann, wenn man wie ich, gerade dabei ist, den eigenen Blog zu (re)launchen und die Bloggerszene bereits eine Weile kritisch beobachtet. Denn gerade eine „Lektüre-beim-Frisör“ oder ein „Berieselungsmedium“ soll´s ja nicht werden… 😉 Vorschlag: Du machst weiter (werde gleich noch ein wenig stöbern…) und ich fange trotzdem an. 😉

    Liebe Grüße aus Hannover
    Wolfgang

    • Lieber Wolfgang,

      fang unbedingt an! Es macht eine Menge Freude, das Bloggen. Auch, wenn es es Momente gibt, in denen man sich einfach nur an den Kopf greifen will. Ich bin schon gespannt, auf was man sich bei dir freuen darf. Und bis dahin blogge ich einfach weiter.

      Liebe Grüße
      Caro

  18. Doris

    22 Juli

    Lustig, die Überlegungen/ Bedenken/ Zweifel/ Anmerkungen/ die Haderei … hatte ich auch – und habe deshalb vor über einem Jahr beschlossen, mit dem Bloggen aufzuhören. Hat einfach nicht mehr gepasst. Und ich habe es nicht bereut, nicht mehr Teil „dieses Zirkus“ zu sein 🙂

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich ja weiter schreibe – und auch weiter blogge. Eben nicht mehr auf meinem eigenen Blog, sondern auf professionellen Plattformen, wofür ich Geld bekomme. Mein Blog war wichtig für die Entwicklung, aber eben nicht mehr.

    Alles Gute für dich auf deinem Weg – und für deine Entscheidung!
    Doris

    • Liebe Doris,
      wow! Ich glaube, dazu hätte ich noch nicht den Mut. Vielleicht wird auch mein Weg in die endgültige Professionalisierung führen. Ich bin schon gespannt. Toll, dass du das Dilemma so gut für dich lösen konntest – und vielen Dank für den Kommentar.
      Liebe Grüße
      Caro

  19. Hey Caro,

    Also ich hab auch so Phasen wo mich die Bloggerei etwas stresst, und dabei muss ich für den Großteil meiner Posts nichtmal das Haus verlassen oder Fotos machen 😀 Allerdings versuche ich mir dann immer klarzumachen, dass ich ja eigentlich nur für mich mit dem Bloggen angefangen habe, und dass es mir grundsätzlich herzlich egal sein kann, wie viele Menschen das jetzt lesen und ob es ihnen auch gefällt. Wenn sie meine Posts mögen und zahlreich bei der Blogtür hereinstolpern, dann freut mich das natürlich, aber wenn dem nicht so ist, dann geht die Welt nicht unter. Es ist eben nur ein Hobby und viel wichtiger ist es mir die physischen Kontakte zu meinen Freunden aufrecht zu erhalten 🙂
    Außerdem sind die Posts die ich entspannt schreibe meist viel besser als die die ich gewaltsam aus mir „rauspresse“.
    LG H

    • Liebe Hanna,

      oh ja, die entspannten Posts sind wirklich die besten. Ich merke es bei mir im Nachhinein auch immer ganz brutal, was ich unter Zeitdruck und mit Widerwillen geschrieben hab und was entspannt und mit Spaß.
      Da fällt mir ein: Wie geht es dir mit Js&MrN – schon besser? Schon fertig? Gibt eine Review?

      Liebe Grüße
      Caro

  20. Nana

    22 Juli

    Hallihallo Caro :o)

    Man sieht deinem Blog absolut an, wie viel Herzblut, Zeit und Arbeit du in ihn investierst – und das ist auch der Grund, warum ich hier so gerne herumwusle.

    Ich verstehe aber auch deinen „Frust“, denn in der Blogosphäre liegt wirklich viel im Argen. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich NeiderInnen und Bloginhalt-/FotodiebInnen mit der Zeit selbst ausschalten. Zum einen vertrau ich da aufs Karma, zum anderen sind unsere LeserInnen aber auch nicht blöd und trennen das Spreu bei ihrer Bloglektüre auch irgendwann vom Weizen…

    Ich wünsch dir weiterhin so viel Ideenreichtum und Kreativität und hoffe du findest für dich einen guten Weg das Bloggen weiterzuführen und uns mit deinen absolut genialen Beiträgen zu erfreuen.

    Deine treue Leserin
    Nana

    • Liebe Nana,

      (ich hab immer noch dein Ballkleid, schäm schäm) vielen vielen Dank für den schönen Kommentar, das Lob und die Streicheleinheiten fürs Gemüt! Ich hoffe auch mal aufs Karma und darauf, dass ich schon irgendwie meine Lösung finden werde. Und meine LeserInnen sind (wie ich aktuell sehe) ohnehin die besten, liebsten, schönsten und nettesten Menschen des Internets.

      Liebe Grüße
      Caro

  21. Eddy

    22 Juli

    Ich blogge jetzt seit sieben Jahren. Bis heute gibt es bei mir weder einen Redaktionsplan, noch einen Burnout. Keine Augenringe, keinen Stress und keinen Neid. Warum? Weil das Bloggen mein Hobby bleibt. Hier investiere ich Zeit (und Geld) wann ich will und so viel ich will.

    Wer nicht mehr aus Leidenschaft bloggt, sondern um damit „erfolgreich“ zu sein, der hört mit dem Bloggen auf und fängt mit dem Arbeiten an. Und das ist dann kein Spaß mehr. Und ein Hobby auch nicht…

    • Lieber Eddy,

      das klingt nach einem einfachen und einleuchtenden Rezept! Leider funktioniert halt alles nicht immer so schwarz oder weiß, es gibt viele Graustufen wischen Hobbyblog und Blogbusiness. Und da die persönliche Wohlfühllösung zu finden, ist oft nicht leicht.

      Liebe Grüße
      Caro

  22. Nicole Pichler

    23 Juli

    Eienn tollen Artikel hast du da geschrieben. Wow. Ich habe nur einen kleinen Buchblog und den sehe ich mehr als Blog für mich und um dort meine Rezis zu Büchern zu veröffentlichen, damit vielleicht auch andere die Lust auf das eine oder andere Buch bekommen. Ich bin aber nicht auf den Zug aufgesprungen bei dem man supermodern und immer up to date sein muss. Das würe ich nicht schaffen.
    Was das kommentieren und lesen anderer Blogs betrifft kann ich nur sagen, dass ich kaum dazu komme, denn die Arbeit, die Familie, der Haushalt und mein Hobby lesen nehmen mich rund um die Uhr in Anspruch. Warum soll ich mich dann noch stressen alle Blogs zu lesen. Das geht einfach nicht.
    Ich finde den Neid auf den Seiten auch schlimm und ich halte mich da raus und denke mir dann oft, sollen sie doch machen.
    Ich verstehe aber deine Situation und hoffe, dass du bald eine Lösung dafür findest.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • Liebe Nicole,

      ja, das Argument mit Zeit und Überangebot kann ich absolut verstehen – mit geht es ja ähnlich, ich kommentiere auch wenig und nur ausgewählt, mittlerweile tut es mir auch leid, das so deutlich in die Welt hinausgeschrieen zu haben, die Sache mit den Kommentaren.

      Man muss sich, glaub ich mittlerweile, einfach ganz genau im Klaren sein, was man eigentlich will mit seinem Blog. Und da muss ich mir wohl oder übel Gedanken machen. Und beim Neid-und-Missgunst-Speil kann man sich auch einfach raushalten. Ich hab das bisher ganz gut geschafft und hoffe, dass ich das so beibehalten kann 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  23. Lisa

    23 Juli

    Liebe Caro,
    du sprichst mir aus der Seele! Ich habe aus diesen Gründen vor mehr einem Jahr meinen Blog auf Eis gelegt… dabei war ich bis dato voll dabei! Aber nach einem Bloggerworkshop und den darin vermittelten „dies u das muss gezwischert, gefacebookt, geinstagramt werden“- oder „tja dein blog ist zwar mit herzblut selbst gestaltet, entspricht aber nicht dem und dem üblichen Stil“ – Inhalten ließen mein Karussell immer schneller drehen, bis ich, unmotiviert u überfordert, abgesprungen bin. Dabei würd ich gern wieder starten.. ich lese unheimlich gern andere blogs.. jedoch … ja.. oft ärgere ich mich über die zunehmenden „Werbung für ein Bügeleisen“-Post oder völlig vorhersehbaren Themen. Ob ich wieder aufs Karussell aufspringe weiß ich noch nicht..aber ich danke dir für diesen Post! Du sprichst genau das aus!
    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße! Lisa

    • Liebe Lisa,

      das klingt ja erschreckend! Ich finde diese „Gleichmacherei“ unglaublich schade. Klar, wenn man sich innerhalb der Praktiken des erfolgreichen Mainstream bewegt, hat man ein ziemlich sicheres Rezept für Reichweite – aber man wird enorm austauschbar und im Endeffekt wahrscheinlich auch nicht glücklich.
      Ich hoffe, du findest deine Freude wieder – und man kann bald wieder von dir lesen.

      Liebe Grüße
      Caro

  24. inka

    23 Juli

    Hm, ich hab jetzt die Kommentare überflogen und bin anscheinend die Einzige, die Dir da nicht so richtig zustimmen mag, was mich echt wundert.
    Du hast doch mehr LeserInnen als früher – warum macht Dich das also so verrückt? Solange meine Zahlen nicht weniger werden sondern mehr, ist mir die Höhe scheißegal (und ja, ich habe vermutlich nur einne Bruchteil von Deinen ;). Dir sind Neid und Missgunst etc. zuwieder? Dann such Dir doch andere Bloggerkreise. Es gibt so eine Riesenmenge na Bloggern, und meienr Erfahrung nach sind die Allermeisten total nett. Vielleicht sind sie ab und an schwierig (wie ich 😀 ), aber die wenigsten sind so richtige Zicken. Und die ignoriere ich eben.
    Die Koops bekommen andere? Ja, passiert. Ja, finde ich ab und an auch schade und zerreiße mir dann gerne das Maul, vor allem wenn ich weiß, dass Leute da gerne an ihren „Zahlen drehen“, um Koop-Partner zu überzeugen. Dass in die Pfanne gehauen wurde, sowas habe ich gottseidank noch nie gehört, anscheinend kenne ich die Leute nicht, von denen Du diese krassen Sachen schreibst.
    Aber so insgesamt: Das Jammern (sorry) geht mir ein bisschen ab: Wieso änderst Du Dich dann nicht? Du wirfst Dir ja selber ein bisschen vor, Dich unter Druck zu setzen und damit quasi dieses System zu unterstützen. Dann zieh Dich doch raus. Oder war das Ziel eben doch, lauter Koops abzugreifen? Das glaube ich bei Dir nicht. Dann kann es Dir doch aber egal sein, wenn Du keine mehr bekommst, weil Du den Terz nicht mitmachst?
    Ich verstehe das alles nicht wirklich. Wenn es keinen Spaß macht, dann hört eben auf, oder macht Pause. Bloggt, worüber und wie ihr Bock habt. Bloggt für Leser. Dass weniger Kommentare gegeben werden stimmt allgemein, ich gebe leider auch weniger, weil ich die fünffache Menge an Blogs lese und das kaum mehr schaffe, aber ich kommentiere immerhin noch regelmäßig. Aber wenn Du mit Deinen Lesern in Kontakt bleibst, müssten eigentlich Kommentare kommen, ich selbst kann mich da bei meinen Posts eigentlich nicht beschweren und bin super dankbar und glücklich über den Austausch. Kommentierst du denn selbst?
    Also ich bin nach wie vor ein bisschen ratlos, warum jetzt so viele dieser frustrierten Posts auftauchen, die das Problem in der Blogosphäre suchen und sich da nicht einfach rausziehen. Vielleicht habe ich auch einen Punkt nicht verstanden, versteh das bitte nicht als supernegative Kritik sondern als mein Beitrag, der konstruktiv sein soll und auch meine Ratlosigkeit ausdrückt.
    Liebe Grüße
    /inka

    • Hallo Inka,

      ich hab ja das große Glück, diese gewissen Bloggerkreise nur als Zaungast zu kennen und lebe in meinem eigenen „Bloggersoziotop“ bezüglich Neid, Missgunst und Hate in einem wahrhaftigen Wolkenkukucksheim – mir tut es eher für die Kollegenschaft leid, wie geschrieben.

      Ich selber bin auch mit meinen Zahlen mehr als zufrieden, finde den allgemeinen Druck aber dennoch schade, weil er viele dazu bringt, sich anzupassen um Reichweite zu haschen. Auch über fehlende Koops kann ich nicht jammern – ich schreibe ja, wie erwähnt, eher aus der Zaungastperspektive. Und ich bin froh, nicht mittendrin zu sein, in der professionalisierten Szene, in der es halt mal auch um hartes Money geht.

      Sich aus der Blogosphäre einfach „rauszuziehen“ halte ich für schwierig . Blogs sind ein Ökosystem und sind stark untereinander vernetzt. Das zeichnet sie ja auch aus. Wenn Unnmut umgeht, äußern sich viele dazu, so wie ich. Und ich finde es in Ordnung, eine solche Suche nach einer Lösung und meinen Kommentar dazu öffentlich zu machen, auch, wenn ich nicht so unmittelbar betroffen bin, wie andere.

      Liebe Grüße
      Caro

  25. Kurz gesagt: Danke, du hast es auf den Punkt gebracht. Etwas ausgeholt: Ich glaube, so geht’s (immer wieder mal) sehr vielen von uns. Oft denke ich mir, ich zieh einfach mein Ding durch, so wie es mir Spaß macht und nehm auf andere Meinungen und Kommentare keine Rücksicht, egal ob ich meine Leser steigere und Kooperationen anlocke oder nicht. Und dann wieder gibt man doch was drauf und versucht, möglichst professionell aufzutreten und sich immer selbst weiterzuentwickeln. Alles nicht so einfach…

    • Liebe Mela,

      ja, du hast so recht – es ist eine Crux: Mach ich das für mich, mach ich das für die Leser? Will ich mich weiterentwickeln, professionalisieren oder bleibe ich so, wie ich immer schon war. Schwierig. Und jeder muss es für sich selber entscheiden.

      Liebe Grüße
      Caro

  26. sGrezal

    23 Juli

    puh – jetzt geht’s ja richtig ab hier 😀
    Warum so wenig kommentiert wird? Eine MitLeserin hat’s schon erwähnt – wen interessiert denn was ich zu sagen hab? Das ist mal so der Hauptgrund, weshalb ich seltenst kommentiere (auch bei anderen Blogs)

    Außerdem: ich lese immer noch mit, aber dein Blog hat sich verändert! Ob ich das gut finde? Ist eigentlich total egal; DIR soll er gefalle! DIR soll das bloggen Spaß machen und dafür kannst du nicht ‚die Szene‘, die fehlende Kommunikation mit den Lesern oder sonst was verantwortlich machen – aber das ist dir wahrscheinlich eh klar . . . .

    Liebe GuteGüte/Caro zum einen wünsch ich dir viel Spaß beim beantworten der ganzen Rückmeldungen (hihi – du wolltest es ja so) und außerdem – das ist auch viel wichtiger – triff (BALD) eine Entscheidung für dich! So viele Optionen gibts ja nicht (aufhören (schlecht); weitermachen wie bisher (wenn du meinst); zurück zur alten (echten?) gutegüte mit ehrlicheren, kantigeren, unperfekteren, unregelmäßigeren Beiträgen (kling ja ned schlecht, oder?)
    Aber auf jeden Fall – um den Benj zu zitieren) NED STRESSN LASSN! und hab wieder Spaß an der Freude (oder wie man da sagt)

    :o)

    • Hallo Sgrezal!

      ja, das stimmt, mein Blog hat sicher verändert. Er ist jetzt etwas hochglanziger, als er schon mal war und meine Fotos sind (phuh!) definitiv besser, als sie schon mal waren. Ich hoffe, ich konnte mir trotzdem meine Blog-Persönlichkeit bewahren. Das ist es nämlich, was mir extrem wichtig ist.

      Ich hab schon eine Lösung für mich gefunden 😀
      Und ich freue mich schon drauf, sie zu präsentieren. Und: Vor allem bin ich gespannt, was meine Leserschaft dazu sagen wird.

      Ich hoffe, sie mag es.

      Liebe Grüße!

  27. Ich hatte gerade heute früh so ein Erlebnis: da war eine Mail im Postfach, ein Unternehmen, das mir eine Kooperation anbot, obwohl mein Blog doch eigentlich nur winzigklein ist. Ich habe das höflich abgelehnt und mich im selben Moment dabei ertappt, daß ich dachte: oh, wie unprofessionell ist DAS denn von mir? Und noch einen Augenblick weiter habe ich gedacht: Moment, wofür und wieso blogge ich jetzt nochmal? Für MICH. Weil ich Geschichten erzählen will. Nicht weil ich Geld und Anerkennung suche. Wenns Leute interessiert, umso schöner. Wenn nicht, dann nicht. Was mich aber zugegeben auch ein bißchen nervt: immer mehr Leser, und im Verhältnis immer weniger Kommentare. Das Bild von der Bloggerin, die in eine Menschemenge reinbrüllt und nie irgendeine Antwort bekommt, ist da schon passend.

    • Liebe Friederike,

      ja, das mit den abgelehnten Koops, das habe ich auch oft. Sehr oft. Es passt halt vieles einfach nicht und ich halte es auch für meine Verantwortung gegenüber den LeserInnen, ihnen nix vorzusetzen, das wirkt, wie ein Fremdkörper. Ich persönlich halte das nicht für unprofessionell, sondern sogar für sehr professionell 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  28. Thomas

    23 Juli

    Schöner Artikel über ein Thema, wo ich mich letzte Tage auch drüber ausgelassen habe. Ich denke einfach, viele BloggerInnen machen sich selber zu viel Druck. Und darunter leidet am Ende die Qualität und vor allem die Individualität vieler Blogs. Es wird jedem Mainstream hinter her gerannt um ja keinen Trend zu verpassen.

    Ich selber nehme mich da gar nicht aus, wir probieren auf unserem Blog auch mal Dinge aus, die bei anderen (scheinbar) gut funktionieren. Dabei versuchen wir aber, das alles ohne Erfolgsdruck zu sehen und locker anzugehen. Was klappt ist prima, wenn nicht – dann ist es auch nicht schlimm.

    Und ansonsten versuchen wir einfach authentisch zu bleiben, selbst wenn unser Blog inzwischen Besucherzahlen erreicht, die wir uns niemals hätten träumen lassen. Aber vielleicht ist das auch so, weil wir uns dabei nicht verbiegen.

    Zu den Kommentaren noch was. Eine abfallende Quote kann ich bei uns nicht bemerken. Was aber immer schon auffällig ist, es wird fast nur von anderen Bloggern kommentiert. Kommentare von „normalen“ Besuchern des Blogs sind extremst selten – das verwundert mich aber schon lange. Offensichtlich besteht da für den Otto-Normal-Internetnutzer eine Hemmschwelle.

    LG Thomas

    • Lieber Thomas,

      ja, das kann ich zu 100% bestätigen! Kommentieren tun fast nur BloggerInnen. Und mein Publikum entwickelt sich immer mehr in Richtung der nicht bloggenden Leserschaft. Da braucht es mich gar ned wundern, dass die Kommentare weniger werden. Danke für diesen Augenöffner!

      Liebe Grüße
      Caro

  29. Kea

    23 Juli

    Liebe Caro,
    „Intrigen hinter pastellfarbenen Kulissen“ – hier habe ich breit geschmunzelt.
    „dieser Perfektionismus, dieser ständige (freiwillige und unfreiwillige) Vergleich mit anderen, mit der „Konkurrenz“ – all das macht müde, sehr sehr müde“ – hier habe ich eifrig genickt.
    Und an dieser Stelle habe ich ein schweres Herz bekommmen :“bleibe ich weiter hier und schreibe, fotografiere, poste und diskutiere in der Gewissheit eines Ablaufdatums“ .
    Denn ich fände es Schade, wenn du mit dem Bloggen aufhörst, ich fände es bedauerlich, wenn all die schönen Seiten, die das Bloggen bringt, nicht mehr genug Gegengewicht mehr sein können zu der Oberflächlichkeit und dem ständigen Druck, irgendwie mitschwimmen zu können.
    Ich könnte es zwar verstehen – aber ich fände es sehr, sehr Schade.
    Schließlich weiß ich, was für mich das kostbarste am Bloggen ist: Menschen kennenzulernen, die ich sonst niemals nicht getroffen hätte. Menschen wie dich 🙂
    Liebe Grüße aus Berlin!
    Kea

    • Liebe Kea,

      ich lächle gerade in mich hinein – danke für deinen Kommentar!
      Ich hoffe, bei den Hauptstadtmädchen klappt alles noch viel besser, als ihr es euch gewünscht habt 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  30. Dank eines Posts von Deepertravel auf Facebook bin ich hier gelandet und bin von der Reisebloggerszene auch etwas, hmmm, geplättet. Ich habe festgestellt, dass es auch stark darauf ankommt, in welchem Bereich man bloggt. Ich betreue den Blog des Reiseveranstalters Travel Mart TM. Ziel des Blogs soll schlicht sein: nette Kontakte finden, Austausch, ein besseres Kennenlernen unsere Zielgruppe, um besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können und tatsächlich weil wir glauben, das eine oder ander interessante zu erzählen zu haben (im grunde viel mehr Themen als wir Zeit haben zu schreiben). Ich liebe Blogs. Ich habe in den letzten Jahren nie so viel gelernt wie aus Blogs. Blogs sind oft die besten Berater in vielen Dingen. Aber in der Reiseszene geht es definitiv härter zu als in anderen. Und ich bekomme das alles nur am Rande mit.
    So und jetzt schaue ich mich auf deinem Blog um. Den kannte ich nämlich noch gar nicht 🙂

    • Liebe Sissi,

      ja, es kommt wirklich extrem auf Thema, Branche und Szene an – und auf den Ort, an dem man bloggt. In Salzburg haben wir (noch?) eine gewisse Insel der Seeligen. Von anderen Orten hört man oft Erschreckendes.
      Schön, dass du bei mir hereingestolpert bist – und danke für deinen Kommentar 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  31. Oli

    24 Juli

    Interessante Einsichten, allerdings empfinde ich das nicht so. Ich bekomme mehr Kooperationen angeboten, als ich machen kann und will. Da freue ich mich daher für jeden meiner Bloggerkollegen, wenn er eine tolle Reise an Land ziehen kann. Ich habe jeden Monat etwas mehr Leserzahlen, was soll ich mich da um andere kümmern? Einzig mit der Qualität bin ich manchmal etwas unzufrieden. Ich hätte gerne noch bessere Fotos und Bilder. Aber das liegt an meinen Ansprüchen. Die Leser sind zufrieden mit dem was ich liefere, also scheints in Ordnung zu sein.

    Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel, aber mir schlägt eigentlich so gut wie nie Neid entgegen. Im Gegenteil: Ich habe ein paar Blogger, mit denen ich recht gut klar komme. Wir unterstützen uns gegenseitig. Das klappt grundsätzlich ganz gut, hängt aber vielleicht auch mit meiner Haltung zusammen. Denn wenn mein Kuchenstück gross genug ist, steite ich mich nicht um die Krümmel.

    Letztlich denke ich, dass man mit allzustarkem Konkurrenzdenken ganz einfach nicht weiter kommt. Denn letztlich „gewinnt“ der, der sich am besten vernetzt hat und das gelingt nun einmal bei einer partnerschaftlichen Herangehensweise auf gleicher Augenhöhe nun einmal besser als beim sich gegenseitigen Ausstechen.

    • inka

      29 Juli

      Word Oli! 🙂
      Und so generell wundert es mich ehrlich gesagt, dass einerseits darüber geredet wird, dass zu wenig kommentiert wird, und dann wird hier mal fleißig kommentiert und es gibt kaum Antworten. Das wäre daher mein Tipp: Kommentare IMMER beantworten, dann kommentieren die Leute auch wieder. Wenn das so scheinbar ungehört bleibt, haben die wenigsten Lust, noch einmal zu kommentieren…

      • Liebe Inka,

        ich hab diesmal einfach leider etwas gebraucht – schon allein aufgrund der schieren Menge an Kommentaren, Mails, Anrufen, Nachrichten, Facebook-Postings, Shares, SMS, Snaps, etc etc. über die ich mich freuen durfte. Ich mach das ja, wie gesagt, neben dem Job – und da kommt ab und zu etwas Verzögerung rein.
        Aber da siehst du wieder: Druck macht man sich nicht nur selber, Druck kommt auch von außen – und LeserInnen wollen, dass man liefert. Und zwar pünktlich. Ein paar Tage auf Beantwortung eines Kommentars zu warten ist scheinbar schon schwierig. Auch, wenn es im Hobbybereich bleibt 🙂

        Liebe Grüße
        Caro

        • inka

          1 August

          Interessant, dass Du das so siehst, dass Dir jetzt hier Druck wegen der Kommentare gemacht wird. Eigentlich hast aber Du Deinen Lesern Druck gemacht, indem Du Dich beschwert hast, diese würden zu wenig kommentieren. Ich habe Dir lediglich aufgezeigt, woran es liegen kann. Denn Dich über Kommentarlosigkeit zu beschweren und dann Kommentare, die offensichtlich mit viel Interesse und Herzblut geschrieben wurden, eine Woche lang nicht zu beantworten und in der Zwischenzeit aber die Zeit haben zu bloggen wirkt nunmal nicht so, als würdest Du Dich sehr mit Kommentaren beschäftigen, jedenfalls auf mich, das habe ich lediglich erklärt.
          Zu Oli und oben zu mir sagst Du, in Deiner Bloggerszene sei alles in Ordnung aber „man höre mitunter Schlimmes“. Also sind die von Dir geschilderten Gruselgeschichten nur Hörensagen? Das würde erklären, weshalb ich sowas noch nie erlebt habe: Du eben auch nicht. Wer es so erlebt hat, bitte also Hand hoch, bis dahin können wir uns vielleicht darauf einigen, dass das alles ein bissl überzogen dargestellt war und alles gaaaar nicht so schlimm ist, oder? 😉

    • Lieber Oli,

      da hast du recht – mit überzogenem Konkurrenzdenken kommt man oft nicht weit. Und Vernetzung ist in vielem Bereichen das A und O – und zwar dann, wenn man sich sympathisch ist und auf Augenhöhe miteinander spricht. bei uns in Salzburg funktioniert das recht gut, von anderen Städten hört man mitunter schlimmes. Und ich glaub, es kommt auch sehr aufs Blogthema an. Bei den Reisebloggern kenn ich mich etwa gar ned aus 🙂

      Liebe Grüße
      Caro

  32. Alge

    25 Juli

    BLOGGEN ist ein Hobby. Ein FACEBOOKLiKE macht dabei glücklicher. Ein SHARING auf irgendeiner Plattform kommt nonverbaler, aber auf jeden Fall positiver, Kritik gleich. Blumen gießen ist auch ein Hobby.

    • Hallo Alge,

      hm, also Blumengießen tu ich nicht so gerne. Da blogge ich lieber 🙂
      (vielleicht sind deshalb alle meine Pflanzen tot)

      Liebe Grüße
      Caro

      • ALge

        1 August

        Is ok 🙂 Man sollte einfach das tun, was man gerne tut, solange man es gerne tut!
        LG

  33. Doris

    26 Juli

    Voll der gute post, liebe Caro! Ich bin so froh, dass das endlich mal einer direkt anspricht! Ich bin mir sicher, es geht ganz ganz vielen Bloggern da draußen genau gleich wie dir- mir zumindest auf jeden Fall!

    Ich denke auch, dass es wichtig ist, einfach seiner Linie treu zu bleiben und nicht bspw anzufangen über Themen zu schreiben, wo man zwar viel Aufmerksamkeit kriegt dafür (Beauty. Fashion etc) die einem persönlich aber nicht am Herzen liegen. Das fühlt man sich schmutzig dabei und es macht einen auch wirklich nicht glücklich!
    Einfach man selber bleiben.
    Auch wenn man dann vl nicht ganz soo viele follower hat wie die Szeneblogs.

    Bei meinem Blog ist das ja auch so. Der ist ja nicht wirklich einem großen Publikum bekannt, aber darum gehts mir auch gar nicht. Ist nur ein Hobby, wie du sagst.

    LG Doris
    http://www.salzburgstyle.wordpress.com

    • Liebe Doris,

      ja, da hast du vollkommen recht: Über Themen zu schreiben, obwohl man das nicht mit Herzblut macht, sondern nur mit einem Auge auf die Reichweite – das kann nicht gut gehen.

      Liebe Grüße
      Caro

  34. Liebe Caro, wow, wie treffend beschrieben! Deshalb an dieser Stelle ein wohlverdienter Kommentar! Ich würde noch so gerne die anderen lesen, aber es ist bald wieder Mitternacht und ich den ganzen Tag schon auf den Beinen, gepostet, getweetet, gelikt und zwischendurch noch andere Kanäle befüllt. Ja, es macht Spaß. Aber es stimmt, es macht auch müde. Hin und wieder frage ich mich: Wieso tue ich mir das eigentlich an? Und dabei schon längst wieder in die neue Kamera, das neue WordPress-Theme investiert. Und mit Steller und Snapchat schon wieder in völlig neue Möglichkeiten reingeschnuppert. Ja, wo geht’s nur hin, wie geht es weiter? Alles ist Veränderung würde ich mal sagen. Mein Blog gibt es seit 2008, also schon fast antiquiert. Und heute sieht er kein bisschen so aus, wie vor 7 Jahren.. 😉

    • Liebe Jeanette,

      das klingt genau, wie mein Tagesablauf. Und mein Blog schaut sogar nach 2 Jahren schon überhaupt nimmer aus, wie er es einmal getan hat. Da ist so viel Dynamik, so eine Geschwindigkeit dahinter! Man macht es gerne, aber es macht müde. Und irgendwann hätte man gerne etwas davon.
      Danke für’s Kommentieren und Lesen – ich freu mich immer von dir zu hören 🙂
      Liebe Grüße
      Caro

  35. Eva

    28 Juli

    Ich will mich hier nur mit einer gerne zu widerlegenden Detail-Analyse bezügl. Kommentare zu Wort melden:
    Die beschriebene genrelle Professionalisierung kommt auch beim Leser an – d.h. Man hat als Leser auch das Gefühl es hier mit einem Profi zu tun zu haben: Layout, Text, Photos – alles sehr high-quality, alles sehr glitzi-glanzig.
    Sehr schön, sehr toll, sehr unnahbar (kalt?)
    Ich bemühe mich um eine „Flaniermeilenmetapher“: mit wem plaudert man eher (welches Raum betritt man) – mit der gestriegelten Verkäuferin im Louis Vuitton Laden (keine direkten Analogien gemeint) oder mit dem Mädl aus dem netten süßen Schuppen mit Bastelbedarf?
    Das ist keine Qualitätsfrage sondern eine der „Schwelle“. Bei vielen Blogs kommt mE auch durch, dass irgendwie das ganze zu business-mässig aufgezogen wird und hinter dem Projekt ein mittelbarer return-on-imvestment-Gedanke mitspielt (in monetärer, karrieretechnischer Sicht).
    Das entbindet gefühlsmäßig auch vom Impuls zu kommentieren.

    Ich weiß, das ist eine Bestandsaufnahme, kein konstruktiver Tipp. Einen kleinen habe ich dennoch: Triff dich nicht mit Menschen die schlecht fürs Gemüt sind.
    Du bist nicht im direkt-Marketing-business, sondern schreibst einen Blog, den Menschen lesen, die ihn lesen wollen – und das online.

    Aber recht hast du sicher: die Blog-Spähre ist schon überprofessionalisiert und hat den zenit des Neuen-Spannenden schon lange hinter sich gelassen. Ich persönlich habe früher sehr viele Blogs gelesen aber ca. vor 2 Jahren beinahe völlig damit ausgehört, was aber natürlich auch damit zu tun hat, dass ich mir die Zeit einfach nicht mehr nehme.

    • Liebe, liebe Eva,

      schön von dir zu hören!
      Der Blickwinkel, den du gibst, ist einer, an den ich überhaupt noch nicht gedacht habe – und das finde ich aus vielerlei Perspektive schade! Ich mag nicht unnahbar sein, ich mag mich aber auch nicht unter meiner Qualität schlagen. Wie lös ich das? Da muss ich wohl drüber nachdenken.
      Und Blogs entwickeln sich gerade im Lifestylebereich massiv in Richtung glitzi-glanzi Illustrierte. Innovation gibts wenig. Und Ecken und Kanten auch sehr wenig. Darüber muss ich auch nahdenken.

      Danke!

      Liebe Grüße
      Caro

  36. Lisa

    31 Juli

    Ein unfassbar gut geschriebener Post!
    Kann es sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Ich habe vor 5 Jahren angefangen zu bloggen, musste dann aber nach 2 Jahren bis jetzt im März eine Pause einlegen, weil ich es mit meinem Studium leider nicht mehr vereinbaren konnte. Als ich „wieder da war“ fiel mir sofort auf, dass sich etwas verändert hat. Und dass es sehr, sehr viel professioneller geworden ist. Es war am Anfang nicht leicht, damit zurecht zu kommen – aber mittlerweile gewöhnt man sich dran. Und ich mache es immer noch gern. Denn für mich zählt vor allem das Schreiben zu meinem größten Hobby, deswegen mache ich das.

    Aber gerade das mit den Kommentaren ist mir auch aufgefallen. Leider gibt es viel zu wenige, die sich die Zeit nehmen, einfach mal ein einfaches „Schöner Artikel“ zu schreiben – aber an dem Punkt scheiden sich ja auch wieder die Geister. Den einen reicht das, die anderen finden das schon wieder zu langweilig und empfinden es als Spam. Letzten Endes wird man es leider nie allen Recht machen können…

    Ich würde deinen Post gern in meiner Linksammlung im Juli verlinken. Er wird am 4.8. erscheinen.
    Wäre das für dich in Ordnung?

    Liebe Grüße,
    Lisa

  37. Ich habe deinen Post und deinen Blog über Ariane gefunden. Ich finde es total spannend, wie das Thema gerade durch die Szene rollt und lese mt Spannung die verschiedenen Sichtweisen. Danke für deine!

  38. […] Vor ein paar Tagen erst habe ich mich über das Thema Blogger-Burnout ausgelassen. In meinem Artikel habe ich nicht auf andere verlinkt, dabei sind vor und nach mir so viele tolle Texte zu eben diesem Thema entstanden. Das möchte ich nun unbedingt nachholen! Besonders gut gefallen hat mir ein recht wütender Artikel auf Kunecoco. Sie schreibt darüber, dass die Mehrheit der Blogs nur aus Spaß bestehen – und es sie daher wundert, dass das Bloggen für so viele zur Last geworden ist. Auch Melanie und Thomas setzen den Blogger-Burnout etwas entgegen und schreiben darüber, dass sie einfach ihr Ding durchziehen werden. Anna Nikabu fasst in einem Beitrag viele Artikel zusammen und stellt fest, was sie für ihren Blog möchte. Leni schreibt, dass sie beide Seiten verstehen kann und vergleicht ihren früheren Blog mit heute. Und die Gute Güte kotzt sich mal so richtig verbal aus – ein beeindruckender, lesenswerter Blogartikel. […]

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