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Rezept: Biersuppe mit Bergkäse und Bacon. Und Trum...

Rezept: Biersuppe mit Bergkäse und Bacon. Und Trumer Pils.

Ich frage mich ja schon: Ist eine Brauerei eigentlich beleidigt, wenn man ihr Bier zum Kochen verwendet? Ich mein: Wenn man einem Weinbauern verkündet: „Dein Riesling ist so gut, da mach ich immer Coq au Vin draus!“, wird der nicht gerade erfreut sein. Schätzungsweise.
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Ich hoffe also, ich tue der werten Trumer Privatbrauerei nicht furchtbar unrecht, wenn ich hier zeige, was man mit ihrem hochgelobten Trumer Pils eigentlich noch alles machen kann, außer trinken. Aber: Ich muss zu meiner Verteidigung sagen: Dieses Süppchen, das ich hier kredenze, ist – in Ermangelung eines besseren Ausdrucks – geil. Weil: Da kommt alles rein, was verboten gut ist. Eine Menge würziger Bergkäse, knuspriger Bacon – und das hochlöbliche Trumer Pils, das ja bekanntermaßen so viele Auszeichnung bekommen hat, dass ich gar nicht damit anfangen will, sie aufzuzählen (könnte man etwa hier nachlesen). Was es damit auf sich hat? Wird gleich erklärt.

Warum ich mit Trumer Bier koche, hat natürlich auch einen Grund: Ich war kürzlich gemeinsam mit den Kolleginnen von Ginger in the Basement und Geschmeidige Köstlichkeiten im Salzburger Seenland, genauer gesagt im schönen Obertrum unterwegs und durfte die Trumer Privatbrauerei* ganz besonders genau inspizieren. Nachts. Am fast leeren Gelände. Und in einer reinen Frauenrunde. Ein Erlebnis! Und davon wird bald noch einmal ausführlicher berichtet. Nun aber zurück zur Suppe, um die es eigentlich gehen soll. Die ist so würzig und deftig, wie es eine Suppe nur sein kann und reicht gemeinsam mit bestem Bauernbrot auch dem hungrigsten Manns- und Weibsbild als Hauptspeise. Und so wird sie gemacht.
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Man nehme (für 4 Personen):

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 große, mehlige Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 1/2 l Rindsuppe
  • 20 dag würziger Bergkäse, gerieben
  • 1/4 l Milch
  • 1 Schuss Obers
  • 1/4 Bier, z.B. Trumer Pils
  • Muskat, Salz und Pfeffer
  • Etwas Fett zum Anschwitzen
Außerdem:
  • 4 Scheiben Frühstücksspeck
  • 1 Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Hand voll Mehl
  • Öl
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So geht’s:

Die Zwiebelwürfel und den Knoblauch in Fett glasig anschwitzen. Die Kartoffelwürfel zugeben und noch einmal durchschmurgeln, dann mit der Suppe aufgießen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln schön weich sind. In der Zwischenzeit die Zwiebelringe im Mehl wenden und in einer Pfanne in reichlich Öl goldbraun zu Röstzwiebeln braten. Anschließend aus der Pfanne entfernen und den Frühstücksspeck knusprig braten. Der Versuchung widerstehen, ihn gleich zu verspeisen.
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Sind die Kartoffeln weich, wird der Kartoffelstampfer gezückt und damit die Kartoffeln in der Suppe ordentlich zu Brei zerstampft. Milch und Obers angießen und noch einmal ordentlich erwärmen, aber nicht kochen lassen. Wenn die Suppe heiß genug ist, den Bergkäse einstreuen und mit einem Schneebesen den schmelzenden Käse mit der Suppe glatt rühren. Ganz zum Schluss das Bier eingießen und noch einmal gut durcherwärmen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, mit Röstzwiebeln und Bacon anrichten. Und sich ausgiebig daran erfreuen. Mahlzeit.
Kochdauer: ca. 40 Minuten
 
PS: Das schöne Fläschchen Bier, dass der Suppe Gesellschaft leistet, ist übrigens kein Trumer Pils, sondern ein Trumer Hopfenspiel und seineszeichnes wahrscheinlich mein Lieblingsbier, mit seiner leichten, dezenten, blumigen Note. Unbedingt mal probieren!

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* Die Trumer Privatbrauerei ist Hauptsponsor der von mir co-organisierten Bloggerkonferenz Salt and the City.

 


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  1. Ich musste gerade so lachen, als ich deinen Artikel gelesen habe. Ich bin nämlich überhaupt keine Biertrinkerin, eigentlich trinke ich auch sonst fast gar keinen Alkohol. Und jetzt macht mir die Suppe Lust auf Bier und beim Gedanken an das leichte Trumer Hopfenspiel mit der blumigen Note bekomme ich Durst darauf. Wenn ich also aus Salzburg wiederkomme, bin ich wahrscheinlich zu einer ausgewachsenen Biertrinkerin mutiert 😉 .
    Bekommt man bei uns eigentlich auch Trumer Bier? Ich würde die Suppe nämlich gerne nachkochen. Ach ja…ich hätte da noch Fragen zu dem Rezept:
    1. Was ist ein DAG und
    2. Was ist Obers ?
    Sieht so aus, als müsste ich noch einige österreichische Begriffe lernen, bevor ich zum BarCamp fahre 🙂
    Liebe Grüße
    Monika

    • Martina

      20 März

      Hallo Monika,
      Ein DAG sind 100 Gramm und Obers ist SCHLAGobers also Sahne – wenn du nach Salzburg kommst solltest du vorher unbedingt ein österreichisch-deutsches Wörterbuch konsultieren 😉 gibts sogar im Internet…
      Liebe Grüße
      Martina

    • Martina

      20 März

      Sorry ein DAG sind natürlich 10 Gramm – 20dag somit 200 Gramm – sorry, es ist echt noch zu früh 😉

    • Hallo Monika
      und hallo Martina – danke für die tolle Erklärung 😀

      Ich glaub Trumer kriegt man in Deutschland leider nur recht selten – die bespielen schon in Österreich nur 5% des Biermarktes.

      Aber: Das Hopfenspiel kann ich echt wärmstens empfehlen, auch Nicht-Biertrinkern. Freu mich schon sehr auf dich im Mai!

      Liebe Grüße
      Caro

  2. Liebe Caro,
    ob die Brauerei beleidigt ist?
    Wenn sie traditionsbewusst ist, dann sicherlich nicht.
    Früher wurde nämlich ne ganze Menge mit Bier gekocht, eingemacht und gebacken.
    Ich habe vor ein paar Monaten mal ein Brot mit Malzbier gemacht. Genial!
    Und die Brauerei wird bestimmt nicht beleidigt sein, wenn sie deine Suppe erstmal
    gegessen hat. Das Rezept liest sich nämlich sehr lecker und die Fotos dazu sind
    ebenfalls, ähm, -köstlich 😉
    LG Naddel

    • Liebe Naddel,

      vielen Dank für deine netten Worte! So ein Brot mit Malzbier muss ich echt auch mal probieren 🙂

      Liebe Grüße!

  3. Anonym

    1 April

    Hallo. Eine Frage: 1/4 Bier…meitest du 1/4 l Bier also 250 ml? Nicht das ich zuviel nehme 🙂
    Danke

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